Russische Astronomen melden Beginn geomagnetischen Sturms

© SNA / Ilya Timin / Zur BilddatenbankWinterlicher Sonnenuntergang in Karelien
Winterlicher Sonnenuntergang in Karelien - SNA, 1920, 03.02.2022
Ein geringer Magnetsturm der Klasse G1 ist auf der Erde aufgetreten, wird auf der Webseite des Labors für Röntgenastronomie der Sonne im Institut für Physik der Russischen Akademie der Wissenschaften mitgeteilt.
Diese Erscheinung wurde von einer dauerhaften mittelstarken Sonneneruption der Klasse M verursacht, die am Sonntag, dem 30. Januar, erfolgt war. Der Sonnensturm dauerte mehr als vier Stunden und ging mit koronalem Massenauswurf in Richtung Erde einher.
Nach Angaben des Labors war der Januar 2022 einer der reichsten Monate an geomagnetischen Ereignissen seit mehreren Jahren. Die Forscher konstatieren heute eine erhöhte Sonnenaktivität: auf der Sonnenscheibe gibt es gleichzeitig mehrere größere Gebiete mit Sonnenflecken. Dabei befindet sich die Sonne erst im Frühstadium ihres Zyklus, die Sonnenaktivität soll in der Mitte des Jahres 2023 ihren Höhenpunkt erreichen.
Ein „Lagerfeuer“ auf der Sonne: Bilder des Muttersterns vom Solar Orbiter - SNA, 1920, 17.12.2021
Dutzende Sonneneruptionen in letzten Tagen gemeldet – Magnetstürme möglich
Die Klassifikation der Magnetstürme weist fünf Stufen auf: von G1 bis zu G5. Es gilt, dass ein geringer Magnetsturm unwesentliche Störungen im Betrieb von Energiesystemen auslösen sowie Migrationsrouten von Tieren, darunter von Vögeln, beeinflussen kann. Stärkere Magnetstürme können Störungen in Kurzwellenverbindungen und im Betrieb von Navigationssystemen wie auch Spannungssprünge in industriellen Stromnetzen verursachen.
Indes erlaubt es eine erhöhte Sonnenaktivität, die Geographie der Beobachtungen von Polarlichtern zu erweitern.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала