Türkei will Gas aus neu entdeckten Vorkommen im Schwarzen Meer schon 2023 auf den Markt bringen

© SNA / Alexej Witwizki / Zur BilddatenbankVerdichterstation Sayda (Deutschland) an der Pipeline Gazela, über die russisches Gas weiter nach Tschechien gepumpt wird (Archivbild)
Verdichterstation Sayda (Deutschland) an der Pipeline Gazela, über die russisches Gas weiter nach Tschechien gepumpt wird (Archivbild) - SNA, 1920, 02.02.2022
Die Türkei rechnet im nächsten Jahr mit ersten Lieferungen aus dem vor kurzem im Schwarzen Meer entdeckten Erdgasvorkommen. Dies teilte der Präsident des Landes, Recep Tayyip Erdogan, am Mittwoch mit.
„Ich hoffe, dass wir in diesem Bereich Abhilfe schaffen, indem wir das im Schwarzen Meer entdeckte Erdgas ab 2023 in unser System einspeisen“, sagte Erdogan.
Wie er früher erklärte, will Ankara bis zu 40 Millionen Kubikmeter Erdgas täglich im neuen Vorkommen gewinnen und rechnet damit, dieses Gas ab Januar 2023 nutzen zu können. Laut dem vorläufigen Plan sollen zehn Bohrlöcher vorerst zehn Millionen Kubikmeter Gas pro Tag geben, dann soll die Fördermenge 40 Millionen Kubikmeter erreichen. Berichten zufolge will die Türkei das Vorkommen ohne ausländische Hilfe und ohne Auslandsfinanzierung ausbeuten.
Das Bohrschiff Fatih, bewacht von einem Schiff der türkischen Marine, unweit der zyprischen Küste (Archiv) - SNA, 1920, 11.11.2021
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Anfang Juni hatte Erdogan bekanntgegeben, dass die Türkei im Schwarzen Meer ein neues Feld mit Reserven von mehr als 135 Milliarden Kubikmetern Gas entdeckt habe. Ihm zufolge betragen die gesamten Gasreserven auf dem Schwarzmeerschelf etwa 500 Milliarden Kubikmeter - im August 2020 gab Ankara die Entdeckung des Sakarya-Gasfelds im Schwarzen Meer mit einem ungefähren Reservevolumen von 320 Milliarden Kubikmetern bekannt.
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