Wegen „russisch-ukrainischer Spannungen“: Pentagon bestätigt Entsendung von US-Kräften nach Europa

CC0 / Angelique Johnson/pixabay / US-Flagge (Symbolbild)
US-Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.02.2022
Das Pentagon hat bestätigt, dass die USA angesichts von Spannungen in den russisch-ukrainischen Beziehungen ihre Truppen nach Europa entsenden werden. Darauf verwies Pentagon-Pressesprecher John Kirby am Mittwoch.
Kirby teilte mit, dass 3000 US-Soldaten nach Rumänien, Deutschland und Polen verlegt würden, denn Russland zeige keine Anzeichen dafür, dass es seine Truppen von den Grenzen zur Ukraine abziehen wolle.
Laut dem Sprecher werden die genannten Truppen zusätzlich zu den rund 8500 Soldaten eingesetzt, die einsatzbereit seien und im Bedarfsfall nach Osteuropa verlegt werden könnten, um dort die Nato-Kräfte zu unterstützen.
Kirby betonte, dass die US-Soldaten an keinen Militäroperationen in der Ukraine teilnehmen würden. Er wollte keine näheren Angaben zu ihrer Mission mitteilen und den Termin für ihre Entsendung nach Europa nicht nennen.
Rapid Trident-2020 - gemeinsame Militärübungen der Nato und der Ukraine im Gebiet Lwow - SNA, 1920, 02.02.2022
2500 Soldaten nach Polen: USA stocken ihre Truppen in Osteuropa auf
Die Ukraine und westliche Staaten haben sich in letzter Zeit besorgt über die angeblichen „aggressiven Aktivitäten“ Russlands an den Grenzen zur Ukraine gezeigt. Moskau hat derartige Anschuldigungen wiederholt zurückgewiesen und erklärt, es drohe niemanden und beabsichtige nicht, jemanden anzugreifen. Die Äußerungen über eine „Aggression Russlands“ würden nur als Vorwand genutzt, um mehr Nato-Waffen in der Nähe der russischen Grenzen zu stationieren, wird betont.
Das russische Außenministerium hatte zuvor erklärt, dass die Behauptungen des Westens über „eine russische Aggression“ und über die Möglichkeit, Kiew bei seiner Abwehr zu unterstützen, lächerlich und zugleich gefährlich seien. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte, dass Russland seine Truppen innerhalb des eigenen Territoriums und nach eigenem Ermessen bewege. Dies stelle für niemanden eine Bedrohung dar.
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