„Extremistische politische Aktivisten“: Jüdischer Kongress übt Kritik an Amnesty International

© SNA / Michail FomitschjewDer Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC), Mosche Kantor
Der Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC), Mosche Kantor - SNA, 1920, 02.02.2022
Der Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC), Mosche Kantor, hat auf den Bericht der Nichtregierungsorganisation Amnesty International reagiert, in dem Israel die Apartheid gegenüber Palästinensern vorgeworfen wurde.
„Dass die Vertreter von Amnesty International plötzlich beschlossen haben, das Wort 'Apartheid' in Bezug auf Israel zu verwenden, ist nichts Neues. Und dies zu einer Zeit, in der israelisch-arabische Bürger in der Knesset sitzen, als Minister in der derzeitigen Regierung und als Richter am Obersten Gerichtshof tätig sind. Amnesty International sind extremistische politische Aktivisten, die sich als Menschenrechtsverteidiger ausgeben. Die obsessive Fixierung der Organisation auf Israel sollte jede Täuschung bezüglich der Objektivität, Neutralität oder Glaubwürdigkeit dieser Organisation zerstreuen“, sagte Kantor. Seine Erklärung wurde SNA vom Pressedienst des EJC zur Verfügung gestellt.
Der Bericht von Amnesty International werde „zu einer Waffe gegen Juden auf der ganzen Welt“ werden; auch werde er die Zahl der Angriffe auf Juden auf der ganzen Welt steigen lassen, hieß es weiter.
„Keiner der Autoren dieses Berichts kann die direkte Verbindung ihrer Arbeit mit dem Aufstieg des Antisemitismus ignorieren. Wir rufen alle anderen Niederlassungen von Amnesty International auf, sich von dieser verleumderischen Schandschrift zu distanzieren, um den Ruf der Organisation nicht dauerhaft zu ruinieren und keine gefährliche Zunahme antisemitischer Stimmungen in Europa zu verursachen“, resümierte der Präsident des EJC.
Am Dienstag veröffentlichte Amnesty International auf seiner Website einen Bericht mit dem Titel „Israel begeht Apartheid gegen die Palästinenser: Ein brutales System der Herrschaft und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Israel wende ein System der Unterdrückung gegenüber Palästinensern überall an, wo es eine Möglichkeit habe, ihre Rechte einzuschränken, hieß es.
Israels Maßnahmen, so der Bericht, würden „die Apartheid als Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen, wie sie im Römischen Statut und in der Konvention gegen Apartheid definiert sind“.
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