Innovative Technologie: Österreicher recycelt Altreifen zu Wertstoffen

CC0 / Toby Parsons / Pixabay / Michelin-Reifen
Michelin-Reifen - SNA, 1920, 02.02.2022
Haben Sie mal daran gedacht, wohin die Altreifen von all den Fahrzeugen gelangen? Ein findiger Umweltbewahrer aus Österreich hat einen Durchbruch gemacht – er wandelt ausgediente Reifen umweltfreundlich in ihre Bestandteile und einen Hochtechnologie-Werkstoff um. Über die geniale Lösung berichtet die „Kronen Zeitung“.
Allein in Österreich und Deutschland werden nach Angaben der Zeitung jährlich 700.000 Tonnen Altreifen weggeworfen, weltweit sind es 1,5 Milliarden gebrauchte Pneus pro Jahr. Etwa 40 Prozent davon werden zu Gummigranulat verarbeitet, aus dem dann Kunstrasen, Laufbahnen auf Sportplätzen, Sohlen für Schuhe usw. hergestellt werden.
Doch Christian Konvalina aus Traiskirchen spricht von einem echten Durchbruch – er wandelt ausgediente Reifen in Gas, Öl und den Hochtechnologie-Werkstoff „recovered Carbon Black“ um. Der erzeugte Industrieruß könne dann für die Produktion von neuen Reifen, aber auch Farben, Tonern und sogar Erdrohren verwendet werden. Und all das am Ort des einstigen Werks des Reifenherstellers Semperit. Eine sehr symbolträchtige Umwandlung.
„Wir haben hier eine der europaweit ersten derartigen Recyclinganlagen entwickelt. Damit können wir ausgediente Reifen zu 100 Prozent in ihre Bestandteile zerlegen und so an wertvolle Rohstoffe gelangen“, schildert der Umweltpionier.
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Er sieht hier ein phantastisches Entwicklungspotenzial, besonders wenn man sich die Mengen an gebrauchten Reifen vorstellt. „Altreifen sind wie schwarzes Gold“, zitiert die „Kronen Zeitung“ Konvalina. Für dessen Schöpfung nutzt er das selbst entwickelte Vakuum-Niedertemperatur-Pyrolyse-Verfahren. „Es gab schon einige Versuche, eine solche Lösung im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Uns ist der Durchbruch gelungen“, versichert Konvalina, der sein Start-up passend „Carbon Recovery“ getauft hat.
Der Recycling-Profi sucht laut dem Beitrag nach Investoren, denn die öffentlichen Stellen hätten ihn im Stich gelassen.
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