WHO besorgt über Zunahme medizinischer Abfälle in der Corona-Pandemie

© AP Photo / Michael ProbstGesichtsmaske auf dem Römerberg, Frankfurt am Main
Gesichtsmaske auf dem Römerberg, Frankfurt am Main - SNA, 1920, 01.02.2022
Die WHO hat am Dienstag eine Analyse zur Situation rund um medizinische Abfälle im Kontext der globalen Pandemie veröffentlicht und Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Natur gefordert.

„Die Covid-19-Pandemie hat zu einem starken Anstieg der Abfälle im Gesundheitswesen geführt, die Gesundheitseinrichtungen mit unzureichenden Ressourcen belastet und die Umweltauswirkungen fester Abfälle verschärft“, so die WHO in einer offiziellen Mitteilung.

Die benannten Abfälle bestehen vor allem aus Impf-Utensilien, Schutzanzügen und Test-Kits, die oft schlecht entsorgt werden. Nach Angaben der WHO fielen durch die weltweit durchgeführten Impfungen seit Beginn der Pandemie mindestens 144.000 Tonnen gebrauchter Nadeln, Spritzen und Sammelbehältern an. Hinzu kommen 87.000 Tonnen Schutzbekleidung, die allein von den Vereinten Nationen zwischen März 2020 und November 2021 ausgeliefert wurden. Coronatest verursachten weitere 2600 Tonnen Müll und 731.000 Liter chemischer Abfälle.
Die Schätzungen bezogen sich nicht auf entsorgte Schutzmasken aus dem Privatgebrauch.
Mitarbeiter einer Recyclinganlage in Tunesien sortieren Plastikmüll.  - SNA, 1920, 09.01.2022
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Es fehlen weltweit sichere Entsorgungsstrategien für Abfälle aus dem Gesundheitswesen, insbesondere in Entwicklungsländern. Die aktuellsten verfügbaren Daten der WHO belegen, dass bereits 2019 ein Drittel aller Gesundheitseinrichtungen nicht in der Lage waren, ihren Müll fachgerecht zu entsorgen.
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