Russland „kriecht nicht zu Kreuze“ wegen angedrohter US-Sanktionen – Botschaft

© AP Photo / Carolyn KasterRussische Botschaft in Washington
Russische Botschaft in Washington - SNA, 1920, 01.02.2022
Russland verzichtet nicht auf seine Interessen angesichts US-amerikanischer Bedrohungen. Darauf verwies die russische Botschaft in Washington.
„Nicht Moskau, sondern Washington erzeugt Spannungen. Wir beabsichtigen nicht, angesichts der Androhung von amerikanischen Sanktionen zu Kreuze zu kriechen oder Spalier zu stehen“, heißt es in der Erklärung der diplomatischen Vertretung auf Facebook.
Gerade die USA hätten „den radikal-nationalistischen Staatsstreich in Kiew begünstigt, infolge dessen die Krim-Bewohner in die Gefahr einer Vernichtung gerieten und für die Wiedervereinigung mit Russland votierten“, wurde betont. Die Diplomaten verwiesen darauf, dass Washington die ukrainischen Behörden mit modernen Angriffswaffen versorge, indem es sich „dem Bestreben der Regierung von Wladimir Selenski nach einer gewaltsamen Lösung des Donbass-Problems anschließt“.
Die russischen Diplomaten beschuldigten ferner die USA, „in Verletzung des Prinzips der Unteilbarkeit der Sicherheit mit ihrer militärischen Infrastruktur den russischen Grenzen sehr nahe gekommen zu sein“. In der Erklärung heißt es auch, dass Russland das souveräne Recht besitze, die Streitkräfte auf seinem Territorium zu bewegen, was für niemanden eine Bedrohung darstelle.

Ukraine-Frage

Westliche Länder drohen Russland mit „beispiellosen Sanktionen“ im Falle einer Eskalation des Konfliktes in der Ukraine. Washington und Brüssel beschuldigen Moskau der Vorbereitung einer „Invasion“ und einer Zusammenziehung russischer Truppen an der Grenze zu einem Nachbarstaat. Vor diesem Hintergrund verstärkt die Nordatlantische Allianz ihre Präsenz in Osteuropa.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow - SNA, 1920, 30.01.2022
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Moskau weist die Vorwürfe zurück und betont, dass die Truppenbewegungen innerhalb des eigenen Territoriums Russlands erfolgen. Die russische Seite verweist auch darauf, dass die Ukraine die Minsker Vereinbarungen nicht einhalte, die den Waffenstillstand und den Abzug schwerer Waffen von der Berührungslinie vorsehen.
Kiew hat jetzt die Hälfte des Personalbestandes der Armee an den Grenzen zu den selbsterklärten Republiken Donezk und Lugansk konzentriert und nimmt regelmäßig Volksmilizen unter Beschuss. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem verbotene Waffen wie die Panzerabwehrraketenkomplexe Javelin und Angriffsdrohnen Bayraktar.
Der Kreml und das russische Außenministerium haben wiederholt erklärt, dass es das Ziel von Falschinformation sei, die Masse fremder Truppen vor den Grenzen Russlands aufzustocken. Die Hauptursache für die Eskalation in der Ukraine seien Handlungen der USA und der Nato, die Militärberater sowie Waffen und Kampftechnik in dieses Land schickten, die Anzahl an Militärübungen vergrößerten und Kiew damit zu militärischen Abenteuern anstifteten, heißt es.
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