Ukraine bereitet Inszenierung von russischem Angriff vor – selbsterklärte Volksrepublik Lugansk

© AP PhotoUkrainische Soldaten setzen Javelin-Panzerabwehrwaffen im Gebiet Donezk ein
Ukrainische Soldaten setzen Javelin-Panzerabwehrwaffen im Gebiet Donezk ein - SNA, 1920, 31.01.2022
Kiew plant nach Angaben eines hochrangigen Vertreters der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk, inszenierte TV-Beiträge über den angeblichen Beginn von Kampfhandlungen durch die Volksrepubliken im Donbass unter Beteiligung russischen Militärs auszustrahlen.
Die erste Phase der Informationskampagne wird laut dem Leiter der Volksmiliz von Lugansk, Jan Leschtschenko, mit dem Beginn aggressiver Handlungen seitens der Streitkräfte Kiews kommen. „Es ist geplant, vorbereitete inszenierte Videos über den angeblichen Beginn von Kampfhandlungen gegen die Ukraine durch die Volksrepubliken und die Russische Föderation im Fernsehen zu veröffentlichen.“ In der zweiten Phase sollen die Medien „Erfolge der ukrainischen Armee bei der Abwehr imaginärer Aggressionen“ und Geschichten über die Offensive gegen feindliche Stellungen demonstrieren.
„Laut dem Plan sollen die internationale Gemeinschaft und die Bevölkerung der Ukraine von der Rechtmäßigkeit der Aktionen der ukrainischen Streitkräfte überzeugt werden, die angeblich den Donbass von Terroristen befreien. Der Tod von Zivilisten in den Volksrepubliken wird als Vernichtung von Terroristen präsentiert“, erklärte Leschtschenko.
Dann werden die Medien ihm zufolge inszenierte Videos über die „Gräuel des Krieges“ mit der Botschaft veröffentlichen, die Regionen des Südostens müssten „von russischer Unterdrückung befreit“ werden.
Kirche in der ukrainischen Stadt Charkiw - SNA, 1920, 26.01.2022
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Situation um die Ukraine

Zuletzt hatten sich westliche Staaten immer wieder darüber besorgt gezeigt, dass Russland einen Einmarsch in die benachbarte Ukraine anstreben könnte. Moskau dementiert solche Pläne. Die Nato und einige anderen Länder kritisieren seit Wochen Truppenbewegungen Russlands auf seinem Hoheitsgebiet an der Grenze zur Ukraine. Russland hat bereits mehrmals diese Anschuldigungen wegen angeblicher „aggressiver Handlungen“ zurückgewiesen. Die Spannungen würden hingegen die USA und ihre Nato-Verbündeten schaffen, die ihre Präsenz in Osteuropa erhöhen, die Zahl der Manöver im Schwarzen Meer steigern sowie Waffen an die Ukraine liefern.
Moskau weist immer wieder darauf hin, dass die Ukraine die Minsker Vereinbarungen verletzt. Diese sehen einen Waffenstillstand vor. Kiew hat hingegen die Hälfte seiner Streitkräfte, etwa 125.000 Militärangehörige, an die Trennlinie im Donbass geschickt und beschießt regelmäßig die selbsterklärten Volksrepubliken darunter mit verbotenen Waffen wie Anti-Panzer-Raketen Javelin und Angriffsdrohnen Bayraktar.
Das Ziel aller Aggressionsvorwürfe gegenüber Russland besteht nach Moskaus Ansicht darin, eine militärische Konzentration an den russischen Grenzen zu schaffen.
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Russlands Vorschläge zu Sicherheitsgarantien

Russland hatte Ende 2021 Entwürfe eines Vertrages mit den USA und eines Abkommens mit der Nato über Sicherheitsgarantien veröffentlicht. Moskau fordert von den westlichen Partnern juristisch bindende Garantien für den Verzicht auf die Osterweiterung der Nato, auf die Aufnahme der Ukraine in die Allianz und auf die Einrichtung von Militärbasen in postsowjetischen Ländern.
Die USA und die Nato haben am 26. Januar ihre schriftlichen Antworten auf Vorschläge Russlands an Moskau überreicht. Dem russischen Außenministerium zufolge haben die westlichen Staaten dort den wichtigsten Punkt – über die Nato-Osterweiterung – ignoriert. Der Inhalt wird auf Wunsch der US-Seite nicht veröffentlicht.
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