Nato-Chef bewertet Kampffähigkeit von ukrainischer Armee

© AP Photo / Francisco SecoNato-Generalsekretär Jens Stoltenberg
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg - SNA, 1920, 31.01.2022
Die ukrainische Armee ist laut dem Nato-Generalsekretär, Jens Stoltenberg, heute besser vorbereitet als im Jahr 2014, auch dank der Allianz.
„Seit 2014 haben die Nato – die Mitglieder des Bündnisses – die Streitkräfte der Ukraine auf verschiedene Weise vorbereitet und unterstützt, sie haben jetzt mehr Möglichkeiten zur unabhängigen Verteidigung als 2014. Jetzt ist es eine große Armee. Besser ausgebildet, besser geführt “, sagte Stoltenberg auf einer von der US-Zeitung „Washington Post“ organisierten Online-Konferenz.
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Gleichzeitig betonte Stoltenberg, er sehe ein Risiko in gemeinsamen russisch-weißrussischen Übungen im Zusammenhang mit der Situation um die Ukraine.
„Es besteht ein ernstes Risiko, dass die Übung eine Tarnung für eine militärische Aktion, eine Invasion in der Ukraine, sein könnte“.
Der Nato-Chef äußerte sich erneut zur angeblichen russischen „militärischen Aufrüstung“ nahe der Grenzen der Ukraine. „Es sind neue verschiedene Manöver rund um die Ukraine geplant, und parallel ertönt Drohrhetorik“.
„Angesichts der Erfahrung mit der Anwendung von Gewalt gegen die Ukraine gibt dies Anlass zur Sorge“, betonte er.
Westliche Staaten werfen Russland seit Wochen vor, Streitkräfte an der ukrainischen Grenze zusammengezogen zu haben, was sie als Anzeichen für eine bevorstehende Intervention deuten. Moskau bestreitet die angeblichen Einmarschpläne und sieht sich durch das Heranrücken der Nato an seine Grenzen bedroht.
Deshalb forderte Moskau von den USA und der Allianz verbindliche Sicherheitsgarantien. Unter anderem geht es darum, dass die Nato weder die Ukraine noch andere postsowjetische Staaten in das Militärbündnis aufnehmen soll.
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