US-Sänger Chris Brown wegen Vergewaltigung angeklagt

© AFP 2022 / VALERIE MACONUS-Sänger Chris Brown
US-Sänger Chris Brown - SNA, 1920, 30.01.2022
Chris Brown ist wegen Vergewaltigungsvorwürfen angeklagt worden: Der US-Sänger soll laut den Gerichtsunterlagen, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen, im Dezember 2020 eine Frau auf einer Party erst unter Drogen gesetzt und dann missbraucht haben.
Nun hat sie eine Zivilklage gegen ihn eingereicht und Schadensersatz in Höhe von 20 Millionen Dollar (etwa 18 Millionen Euro) gefordert.
Brown hatte die Tänzerin, Choreografin und Musikerin, die in der Klage nicht namentlich genannt wird, demnach auf die Jacht von Musik-Mogul Sean „Diddy“ Combs im US-Bundesstaat Florida eingeladen. Dort habe er ihr ein Getränk serviert, nach dessen Konsum sie sich „desorientiert“ und „körperlich instabil“ gefühlt habe. In diesem Zustand habe Brown sie in ein Schlafzimmer geführt und vergewaltigt.
Dass die Frau zunächst keine Klage eingereicht habe, erklärten ihre Anwälte damit, dass sie sich geschämt habe. Nun wolle sie nicht nur Gerechtigkeit für sich selbst, sondern auch ein Vorbild für andere sein, „die jetzt oder in der Vergangenheit dem Angeklagten Chris Brown ausgeliefert waren“. In der Klage heißt es: „Es ist an der Zeit, dem Verklagten Chris Brown die Botschaft zu senden, dass das Maß voll ist.“
Auf Instagram wies Chris Brown die Vorwürfe in einer Story zurück: „Ich hoffe, euch fällt allen das Muster auf“, schrieb er. „Immer, wenn ich neue Musik oder Projekte veröffentliche, ziehen sie so eine Scheiße ab.“

Festnahme 2019 in Paris

Brown hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger mit der Justiz. 2019 wurde er in Paris kurzzeitig festgenommen, nachdem ihn eine Frau beschuldigt hatte, sie in einem Luxushotel vergewaltigt zu haben. Er wies die Vorwürfe zurück und wurde nicht angeklagt.
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2009 wurde Brown von einem US-Gericht wegen eines Angriffs auf seine damalige Freundin, R&B-Star Rihanna, zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Seine Prügelattacke hatte damals weltweit für Schlagzeilen gesorgt: Der Rapper hatte kurz vor der Grammy-Verleihung im Streit so schwer auf Rihanna eingeprügelt, dass sie ihren Auftritt absagen musste. Polizeifotos der verletzten Rihanna gingen um die Welt
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