Sturmtief „Nadia“ sorgt für Hunderte Einsätze in Norddeutschland

CC0 / matthiasboeckel / Pixabay / Feuerwehr (Symbolbild)
Feuerwehr (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.01.2022
Umgestürzte Bäume, lose Dachziegel und umgekippte Baustellenabsperrungen – das Sturmtief „Nadia“ hat in Norddeutschland für Hunderte Einsätze von Polizei und Feuerwehren gesorgt.
Allein in Hamburg habe es bislang rund 300 Unwetter-Einsätze gegeben, sagte ein Polizeisprecher am frühen Sonntagmorgen. Ein Sprecher der Feuerwehr der Hansestadt war zunächst nicht zu erreichen.
Auch in Schleswig-Holstein kam es bis Sonntagmorgen zu zahlreichen Einsätzen. Allein im Norden des Landes mussten die Feuerwehren etwa 120 Mal ausrücken. Das sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle, die unter anderem für Flensburg, Schleswig und Husum zuständig ist. Für andere Landesteile lagen noch keine genauen Zahlen vor. Es habe aber etliche Einsätze gegeben, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.
Die Feuerwehr in Bremen war nach Angaben eines Sprechers in der Nacht mehr als 40 Mal im Einsatz. Im Kreis Aurich in Ostfriesland wurde die Feuerwehr rund 25 Mal zu Hilfe gerufen. Auch dort waren Bäume oder Bauzäune umgestürzt. Dem niedersächsischen Innenministerium in Hannover lagen am frühen Sonntagmorgen noch keine genauen Zahlen vor. Größere Einsätze habe es zunächst aber nicht gegeben, sagte ein Sprecher.
Das Sturmtief über der Nordsee bescherte auch Feuerwehr und Polizei in Mecklenburg-Vorpommern viele Einsätze. In Schwerin und Umgebung sei man knapp 200 Mal ausgerückt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch in Stralsund berichtete das Lagezentrum, dass man alle Hände voll zu tun habe. Über Verletzte war in der Nacht zunächst nichts bekannt.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Samstag vor Sturm bis hin zu Orkanböen gewarnt. Die Warnlage soll an der gesamten norddeutschen Küste bis Sonntagvormittag andauern. Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) war es in der Nacht zum Sonntag zudem an der gesamten Nordseeküste zu einer Sturmflut gekommen – im Hamburger Elbgebiet sogar zu einer schweren Sturmflut.
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