4000 Menschen demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen in Frankfurt

© AFP 2022 / YANN SCHREIBERAufzug gegen Corona-Maßnahmen in Frankfurt am Main (Archivbild)
Aufzug gegen Corona-Maßnahmen in Frankfurt am Main (Archivbild) - SNA, 1920, 30.01.2022
Bis zu 4000 Menschen sind am Samstag nach Polizeiangaben in Frankfurt am Main auf die Straße gegangen, um sich gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie starkzumachen.
Die Aktionsteilnehmer versammelten sich unter dem Motto „Mein Körper gehört mir – Freie Entscheidung über medizinische Präventionsmaßnahmen“. Demnach begann der Aufzug gegen 15:40 Uhr am Holzhausenpark, führte durch Teile der Innenstadt und kehrte wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück.
Die Mehrheit der Versammlungsteilnehmer verstieß noch zu Beginn des Aufzuges gegen die geltende Masken- und Abstandspflicht. Aus diesem Grund stoppte die Polizei den Aufzug vorerst und wirkte kommunikativ, insbesondere durch Lautsprecherdurchsagen, auf die Teilnehmenden ein.
In der Folgezeit habe sich die deutliche Mehrheit der Protestierenden an die Auflagen gehalten. Dennoch sei eine dauerhafte und enge kommunikative Begleitung notwendig gewesen, um diesen Zustand aufrecht zu erhalten.
Dem Blick der Einsatzkräfte sei ein von einem Versammlungsteilnehmer mitgeführter Regenschirm nicht entgangen, der gleichermaßen als Hiebwaffe, als sogenannter „Schutzschirm“, beworben wird. Die Polizei habe den Schirm sichergestellt und ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.
Die Frankfurter Polizei war nach eigenen Angaben mit zahlreichen Einsatzkräften, darunter Polizeireiter und Wasserwerfer, im gesamten Stadtgebiet präsent. Auch ein Polizeihubschrauber sei kurzzeitig zum Einsatz gekommen.
Gegen 18:30 Uhr erreichte der Aufzug seinen Ausgangspunkt und wurde wenig später für beendet erklärt.

Corona-Stand in Deutschland

Bisher haben sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (Stand: 30. Januar, 03:47 Uhr) 9.737.215 Menschen bundesweit mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Das ist ein Plus von 118.970 Fällen gegenüber dem Vortag.
Weitere 59 Tote wurden demnach innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Insgesamt sind damit bislang 117.725 Menschen an oder mit dem Erreger gestorben.
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