„Positive Neue Weltordnung“ statt „Great Reset“ – Buch über mögliche Alternative nach Corona

© AP Photo / Martin MeissnerMenschen in einer Einkaufsstraße in Köln (Archivbild)
Menschen in einer Einkaufsstraße in Köln (Archivbild) - SNA, 1920, 30.01.2022
Die Menschheit steht „kurz vor dem Erwachsenwerden“. So sieht es Andreas Koch, Autor des Buches „Wir sind die Evolution: Der Weg ins integrale Bewusstsein“. Darin blickt er aus einer alternativen Perspektive auf die Covid-19-Pandemie und die damit zusammenhängende Krise. SNA News hat mit dem Autor im Video-Interview darüber gesprochen.
Einen hoffnungsvollen und zuversichtlichen Ausblick für die Zeit nach der Covid-19-Pandemie will Andreas Koch aus der Schweiz mit seinem Buch „Wir sind die Evolution: Der Weg ins integrale Bewusstsein“ geben. Das zeigt bereits der Untertitel: „Neue Weltordnung? Ja – aber ganz anders“.
Die These des Schweizer Autors: Wir befinden uns als Menschheit im Moment in einer Evolution des kollektiven Bewusstseins. Eine „neue Weltordnung“ stehe vor der Tür – allerdings gestaltet von den Menschen direkt und nicht etwa von oben aufgezwungen. Sie soll nicht durch Planspiele von Akteuren wie Klaus Schwab vom Weltwirtschaftsforum in Davos geprägt sein, erklärt Koch im Interview mit SNA-News.
„Wir sind am Ende einer alten Phase angelangt. Ich glaube, die ganze Corona-Sache hat da noch mal die Energie dieser alten, paternalistischen Phase an die Oberfläche gespült. Die Herrschaften wollten damals ihr neo-feudales System einführen und propagieren, das wieder auf mittelalterliches Denken zurückgeht. Oben die Elite, wie früher die Aristokraten – und dann darunter die armen Bauern und Sklaven. Dann hätten wir die Aristokratie zurück. Das ist so meine Interpretation.“
Doch dieser Plan der Eliten ist aus der Sicht des Autors mittlerweile gescheitert. Koch ist Jahrgang 1952 und war jahrelang als Berater für Unternehmenskultur tätig, so in der Werbe- und Marketing-Branche. „Die Auseinandersetzung mit der Entstehung kultureller Werte führte ihn dazu, sich mit gesellschaftlichem Wandel im Allgemeinen zu befassen“, heißt es im Klappentext zu seinem neuen Buch. Als Grundlagen für seine Thesen nennt Koch die Tiefenpsychologie sowie „neuere Forschungen zur Evolution des Bewusstseins.“
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„Die Zukunft existiert nicht …“

In seinem Buch stützt er sich vor allem auf die Erkenntnisse des Schweizer Philosophen und Bewusstseinsforschers Jean Gebser (1905 bis 1973). Dieser hat, kulturwissenschaftlich orientiert, ein Strukturmodell der Bewusstseinsgeschichte des Menschen entwickelt. Gebser war unter anderem Honorarprofessor für Vergleichende Kulturlehre an der Universität Salzburg. Sein Buch „Ursprung und Gegenwart“ von 1949 gilt als eines der Standardwerke in diesem Forschungsbereich.
Koch entwickelt seine Perspektive zugleich mit Hilfe der Arbeiten anderer Forscher, so des Psychoanalytikers C. G. Jung und dessen Schülers Erich Neumann, des Neurobiologen Gerald Hüther oder des Mathematikers und Astronomen Fred Hoyle sowie des Biologen Bruce Lipton.
Darauf aufbauend schreibt der Autor, die Menschheit befinde sich derzeit im Übergang von der „mentalen Bewusstseinsstruktur“, die rational beziehungsweise verstandesorientiert geprägt sei, – in die „integrale Bewusstseinsstufe“. Auf dieser sei die „ganzheitliche Weltsicht“ bestimmend.
„Denn die Zukunft existiert nicht, sondern sie wird ganz wesentlich von uns mitbestimmt“, erklärt Koch. Er fragt: „Existiert ein sinnvoller Prozess zur Entfaltung des Lebens?“ Ihm geht es nicht um die bisherigen religiösen Vorstellungen, wie er schreibt. „Und ganz wesentlich: Wir sind keine außenstehenden Beobachter, sondern immer Teilnehmer dieses Prozesses“, hebt Koch in seinem Buch hervor.
Erschienen ist es im „Zeitgeist“-Verlag, der auch die Bücher prominenter Politologen und Historiker wie Wolfgang Bittner oder Wolfgang Effenberger veröffentlicht.
Andreas Koch
Andreas Koch: „Wir sind die Evolution: Der Weg ins integrale Bewusstsein“, Verlag „Zeitgeist“, Höhr-Grenzhausen, erste Auflage, Oktober 2021, 210 Seiten, 19,90 Euro
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