In Deutschland lassen sich weniger Menschen gegen Corona impfen – RKI

© SNA / Gustavo Vallente / Zur BilddatenbankImpfung gegen das Coronavirus in Spanien
Impfung gegen das Coronavirus in Spanien - SNA, 1920, 29.01.2022
Die Zahl der Corona-Impfungen in Deutschland hat zum Ende der Woche deutlich abgenommen. Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervor.
Demnach wurden am Freitag mindestens 370.000 Impfdosen verabreicht, während es am Vortag noch 466.000 waren. Am Freitag vor einer Woche gab es knapp 582.000 Impfungen und am Freitag davor etwa 769.000.
Mindestens 73,9 Prozent der Bevölkerung (61,4 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen mit, denen nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats injiziert worden war. Allerdings muss das bald geändert werden.
Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte erst nach einer zweiten Impfdosis, möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna, als vollständig immunisiert gelten.

80-Prozent-Ziel der Bundesregierung nicht erreicht

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Mindestens 43,7 Millionen Personen (52,6 Prozent) sind dem RKI zufolge inzwischen geboostert.
Vorreiter unter den Ländern mit der höchsten Zahl der Bürger, die sich dreimal gegen Corona impfen lassen haben, sind das Saarland mit 60,6  Prozent, Schleswig-Holstein mit 59,8  Prozent und Bremen mit 58,6 Prozent.
Das Ziel der Bundesregierung, dass bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal gegen Corona geimpft sind, könnte eventuell nicht mehr erreicht werden. Nicht geimpft sind derzeit 24,3 Prozent der Bevölkerung (20,2 Millionen Menschen). Für vier Millionen dieser Menschen im Alter von 0 bis 4 Jahren steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.
Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestquoten zu verstehen seien, „da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann“. Das Robert Koch-Institut geht jedoch davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liege.
Impfstoff (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.01.2022
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Aktuelle Corona-Lage in Deutschland – RKI

Das RKI hat am Samstagmorgen 189.116 Corona-Neuinfektionen registriert. Vor genau einer Woche hatte es 135.461 Ansteckungen gegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 1100 überschritten.
Weitere 182 Todesfälle wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche waren es 179 Todesfälle. Insgesamt sind damit bislang 117.666 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.
Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 1127,7 einen Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1073,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 772,7 (Vormonat: 205,5).
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