Nach Zusammenstoß an Grenze zu Tadschikistan: Kirgistan zieht Truppen wieder zurück

© SNA / Pressedienst des kirgisischen Innenministeriums / Zur BilddatenbankSoldaten der Spezialeinheit der kirgisischen Polizei an an der Grenze zu Tadschikistan
Soldaten der Spezialeinheit der kirgisischen Polizei an an der Grenze zu Tadschikistan - SNA, 1920, 29.01.2022
Nach einem Schusswechsel zwischen kirgisischen und tadschikischen Grenzsoldaten hat Kirgistan nach eigenen Angaben die zusätzlichen Truppen und Militärtechnik wieder von der Grenze abgezogen.
„Die kirgisische Seite hat den Abzug zusätzlicher Kräfte und Ausrüstung von der Grenzlinie zu ihren Stationierungsorten bereits absolviert“, teilte ein Sprecher des Pressedienstes der kirgisischen Grenzschutzbehörde mit und stufte die Lage an der kirgisisch-tadschikischen Grenze als stabil ein.
Medienberichten zufolge sind am Samstag Delegationen der beiden Länder zusammengekommen, um den jüngsten Zwischenfall an der Grenze zu besprechen. Die Gesprächsparteien sollen sich darauf geeinigt haben, die Arbeit der Kommission für die Grenzbestimmung und -demarkierung wieder aufzunehmen.
Am Donnerstag hatte die kirgisische Grenzschutzbehörde eine Schießerei zwischen kirgisischen und tadschikischen Grenzschutzsoldaten gemeldet. Demnach setzte die tadschikische Seite Granatwerfer und Mörser ein. Als Ursache für den Zwischenfall wurde die Blockade einer Verkehrsstraße zwischen den kirgisischen Städten Isfana und Batken durch tadschikische Militärs genannt.
Zerstörtes Haus in einer kirgisischen Siedlung unweit der Grenze zu Tadschikistan (Archiv) - SNA, 1920, 27.01.2022
Mindestens 17 Verletzte bei Schießerei an der Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan
Tadschikistan warf Kirgistan Provokation an der Grenze vor. Die Zusammenstöße dauerten mehrere Stunden; nach Verhandlungen zwischen Vertretern der beiden Länder wurde in der Nacht zum Freitag schließlich ein Waffenstillstand vereinbart.
Es kommt immer wieder zu Zusammenstößen an der kirgisisch-tadschikischen Grenze, an denen sowohl Anwohner als auch Grenzschutzsoldaten der beiden Länder beteiligt sind. Der Grund dafür ist eine Reihe von Grenzabschnitten, die bisher nicht demarkiert sind.
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