Wie es zu einem Krieg in Europa kommen könnte – Lukaschenko nennt zwei mögliche Ursachen

© SNA / Sergej Guneew / Zur BilddatenbankAlexander Lukaschenko spricht während seines Besuchs nach Moskau (Archivbild)
Alexander Lukaschenko spricht während seines Besuchs nach Moskau (Archivbild) - SNA, 1920, 28.01.2022
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat im Rahmen seiner Rede an die Nation am Freitag zwei Ursachen genannt, die zu einem Krieg in Europa führen könnten.
„Wird es einen Krieg geben oder nicht?“, fragte Lukaschenko in den Raum und antwortete selbst: „Ja, es wird ihn geben. Aber nur in zwei Fällen. Wenn gegen Belarus direkte Aggression verübt wird. Und zweitens (...) wenn unser Verbündeter Russland direkt angegriffen wird.“
Belarus lehne einen Krieg kategorisch ab. „Die Führungsspitze einiger Länder ist übergeschnappt. Sie glaubt, diesen Krieg gewinnen zu können. Aber es wird keinen Sieger geben. Wir alle werden verlieren. Deshalb wollen wir keinen Krieg“, schilderte Lukaschenko und beteuerte, Minsk wolle keine Neuaufteilung der Welt oder Probleme für seine Nachbarn schaffen. Er werde auch keine belarussischen Soldaten in den Krieg mit der Ukraine schicken.
Gasinfrastruktur am Anlandepunkt der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 in Lubmin, Norddeutschland (Archiv) - SNA, 1920, 26.01.2022
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„Ich bin ein friedlicher Mensch und werde keine solchen Befehle erteilen. Ich bin mir fast sicher, dass wir keinen Krieg (mit der Ukraine – Anm. der Red.) haben werden“. Die belarussische Armee sei für die Verteidigung geschaffen worden. „Wir werden niemals einen Krieg initiieren“.
Moskau und Minsk sind enge Verbündete. Sie planen im Februar eine gemeinsame Militärübung in Belarus, die angesichts der aktuellen Ukraine-Krise im Westen teils Besorgnis ausgelöst hatte. Russland verlegte etwa sein Luftabwehrsystem S-400 ins Nachbarland. Das Manöver soll unter anderem im Süden von Belarus, der an die Ukraine grenzt, abgehalten werden. Das US-Außenministerium äußerte die Sorge, Moskau könne unter dem Deckmantel der Manöver Truppen in Belarus stationieren und die Ukraine von dort aus angreifen.
Zuletzt hatten sich westliche Staaten immer wieder darüber besorgt gezeigt, dass Russland einen Einmarsch in die benachbarte Ukraine anstreben könnte. Moskau dementiert solche Pläne.
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