Nato erwägt Truppenverlegung in Ukraine-Nachbarland Slowakei – slowakischer Außenminister

© SNA / Aleksei Vitvitski / Zur BilddatenbankDas Nato-Logo vor dem Hauptsitz der Organisation in Brüssel
Das Nato-Logo vor dem Hauptsitz der Organisation in Brüssel  - SNA, 1920, 28.01.2022
Der slowakische Außenminister Ivan Korcok hat Medienberichte bestätigt, wonach die Nato eine Entsendung von Truppen in das direkt an die Ukraine angrenzende Land in Betracht zieht.
In einem Gastbeitrag für die Tageszeitung „Sme“ bestätige der Minister, dass das Nordatlantische Bündnis in den letzten Tagen im Zusammenhang mit den Spannungen mit der Russischen Föderation Überlegungen zur Verlegung von seinen Truppen „in einzelne Staaten an der Ostflanke“ angestellt habe, um seine Verteidigung zu stärken.
Korcok verwies darauf, dass seit mehreren Jahren Nato-Truppen in den baltischen Staaten sowie in Polen stationiert würden. Auch seien Soldaten der slowakischen Streitkräfte seit langem in Lettland im Einsatz, schilderte er.
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Wie einige Medien in den letzten Tagen berichtet hätten, seien innerhalb der Allianz Aktivitäten im Gange gewesen, um eine ähnliche Präsenz in einem anderen Teil des Nato-Ostflügels, nämlich in Bulgarien, Rumänien sowie in Ungarn und der Slowakei, einzurichten, so der Minister.
Korcok betonte, er sehe keine logischen Argumente gegen eine solche Vorgehensweise des Bündnisses und halte diese Maßnahmen für einen logischen und verantwortungsvollen Schritt.
Es sei notwendig, Schritte zu unternehmen, die „nicht nur unsere Verteidigung, sondern auch die unserer Verbündeten stärken“, äußerte er.
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Bericht von Sky News über Verlegung von Nato-Truppen

Zuvor hatte der britische Sender Sky News unter Berufung auf Quellen in den britischen Regierungskreisen berichtet, dass das Nordatlantische Bündnis die Stationierung von neuen 1000 Mann starken Kampfverbänden in Rumänien, Bulgarien, Ungarn und der Slowakei erwäge.
Als slowakische Regierungspolitiker wie der konservative Regierungschef, Eduard Heger, von einheimischen Journalisten darauf angesprochen wurden, reagierten sie ausweichend und behaupteten, sie würden diplomatische Schritte anstelle einer Drohung mit Soldaten vorziehen.
Die Oppositionsparteien setzten sich vehement gegen eine Stationierung zusätzlicher Nato-Truppen im Land ein.
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