Rumänien will sich nicht in Konflikt zwischen Russland und der Ukraine einmischen

© AFP 2022 / ANDREI PUNGOVSCHIEine MIlitärparade in Rumänien
Eine MIlitärparade in Rumänien - SNA, 1920, 28.01.2022
Im Falle eines Konflikts zwischen Russland und der Ukraine wird Rumänien keine Truppen zur Hilfe entsenden. Allerdings zeigt sich das Land bereit, Kiew auf diplomatischer Ebene zu unterstützen. Dies erklärte der rumänische Außenminister Bogdan Aurescu in einem Interview mit dem Sender „Digi 24“.
„Ein militärisches Eingreifen der Nato im Falle eines Konflikts zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine kommt nicht in Frage, dasselbe gilt auch für Rumänien. So eine Perspektive gibt es nicht“, erklärte der Außenminister.
Stattdessen sei Bukarest bereit, europäische Sanktionen gegen Russland zu unterstützen, die sowohl gegen bestimmte Personen als auch gegen bestimmte Wirtschaftssektoren wie Energie oder Finanzen gerichtet werden könnten.
Die Ukraine und mehrere westliche Länder hatten seit Wochen ihre Besorgnis über angebliche verstärkte „aggressive Handlungen“ Russlands an den ukrainischen Grenzen zum Ausdruck gebracht. Vor diesem Hintergrund kündigte die Nato am Montag an, ihre Militärpräsenz in Osteuropa zu verstärken. Dänemark habe eine Fregatte in die Ostsee entsandt und werde vier F-16-Kampfjets nach Litauen schicken, hieß es. Spanien entsende Schiffe, Frankreich habe seine Bereitschaft erklärt, Truppen nach Rumänien zu verlegen. Die Niederlande erklärten sich bereit, im April zwei F-35-Kampfjets nach Bulgarien zu schicken sowie Einheiten ihrer Landetruppen und ein Schiff der Nato Response Force zur Verfügung zu stellen. Auch die USA ziehen nach eigenen Angaben den Ausbau ihrer Militärpräsenz auf der Nato-Ostflanke in Betracht.
Altkanzler Gerhard Schröder (Archivbild) - SNA, 1920, 28.01.2022
Altkanzler Schröder: Ukraine soll „Säbelrasseln“ einstellen
Russland wies die Vorwürfe des Westens und der Ukraine wiederholt zurück und betonte, dass sie dazu benutzt würden, um Truppen und Waffen aus Nato-Ländern in der Nähe russischer Grenzen zu stationieren. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte mehrmals, dass Russland seine Truppen auf dem eigenen Territorium nach Belieben verlegen dürfe.
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