Pentagon: Noch keine Truppenverlegung nach Europa

© REUTERS / JOSHUA ROBERTSPentagon-Chef Lloyd Austin (l.) und Generalstabschef Mark Milley geben eine Pressekonferenz zur Ukraine-Krise. Washington, 28. Januar 2022
Pentagon-Chef Lloyd Austin (l.) und Generalstabschef Mark Milley geben eine Pressekonferenz zur Ukraine-Krise. Washington, 28. Januar 2022 - SNA, 1920, 28.01.2022
Die USA haben ihre Truppen in Europa im Zusammenhang mit den wachsenden Spannungen um die Ukraine nach Angaben des Pentagon-Chefs Lloyd Austin noch nicht verstärkt.
„Wir haben bislang keine Zusatzeinheiten nach Europa geschickt“, erklärte Austin am Freitag vor der Presse in Washington. Generalstabschef Mark Milley stimmte ihm zu. „Ich möchte die Worte des Ministers wiederholen: Wir haben keine weiteren Einheiten (in Europa) aufgestellt und niemanden hingeschickt“, so Milley.
„Soviel ich weiß, beabsichtigen wir nicht, Angriffskräfte für eine Attacke gegen Russland aufzustellen. Ich glaube auch nicht, dass die Nato derartige Absichten hat“, ergänzte der General.
Zuvor hatte Präsident Joe Biden 8500 in den USA stationierte Soldaten in erhöhte Bereitschaft mit dem Ziel versetzt, die Nato-Kräfte in Europa im Ernstfall zu verstärken.

Besorgnis über Aufmarsch russischer Truppen an ukrainischer Grenze

Der Westen zeigt sich seit Wochen über den Aufmarsch russischer Truppen an der ukrainischen Grenze besorgt. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte erklärt, dass Russland seine Truppen auf eigenem Territorium nach Belieben verlegen dürfe. Es gebe keinen Grund zur Besorgnis, meinte er.
Rapid Trident-2020 - gemeinsame Militärübungen der Nato und der Ukraine im Gebiet Lwow - SNA, 1920, 24.01.2022
Tausende nach Osteuropa und Baltikum: Biden erwägt Entsendung von Soldaten – NYT
„Russland bedroht niemanden und will auch niemanden angreifen. Erklärungen über eine ‚Aggression‘ Russlands werden als Vorwand genommen, um mehr Kampftechnik der Nato unweit der russischen Grenzen zu stationieren.“ Derartige Erklärungen seien lächerlich, zugleich aber auch äußerst gefährlich, hieß es aus Moskau.
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