Mindestens 17 Verletzte bei Schießerei an der Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan

© AFP 2022 / VYACHESLAV OSELEDKOZerstörtes Haus in einer kirgisischen Siedlung unweit der Grenze zu Tadschikistan (Archiv)
Zerstörtes Haus in einer kirgisischen Siedlung unweit der Grenze zu Tadschikistan (Archiv) - SNA, 1920, 27.01.2022
Bei einer Schießerei zwischen den zentralasiatischen Republiken Kirgistan und Tadschikistan sind am Donnerstag mindestens 17 Menschen verletzt worden, meldet SNA Tajikistan unter Berufung auf ein Krankenhaus in der Stadt Isfary.
Auf tadschikischer Seite habe es 13 Verletzte gegeben, darunter elf Militärs und zwei Zivilisten. Ein Soldat schwebe in Lebensgefahr, hieß es.
Zuvor hatte der Grenzschutz Kirgistans über eine Schießerei zwischen Grenzsoldaten beider Länder informiert. Den Angaben zufolge setzte die tadschikische Seite auch Granatwerfer ein. Als Ursache für den Zwischenfall wurde die Blockade einer Verkehrsstraße zwischen den kirgisischen Städten Isfanu und Batken durch tadschikische Militärs genannt.
Zuvor hatte Stanislaw Sjas, Generalsekretär der Organisation des Vertrages über die kollektive Sicherheit (OVKS), mit dem Sekretär des Sicherheitsrates Tadschikistans, Nasrullo Machmudsoda, und dessen kirgisischem Kollegen Marat Imankulow telefoniert. Er rief beide OVKS-Mitgliedsländer auf, auf feindselige Handlungen zu verzichten und das Feuer unverzüglich einzustellen.
An der tadschikisch-kirgisischen Grenze kommt es immer wieder zu Zwischenfällen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Probleme resultieren aus den Streitigkeiten um den Verlauf der Grenze in mehreren Gebieten.
Grenzkonflikt zwischen Tadschikistan und Kirgistan - SNA, 1920, 01.05.2021
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Ende April 2021 war in derselben Region ein Konflikt um den Zugang zu einer Trinkwasserquelle in eine regelrechte Schlacht der Grenzsoldaten ausgeartet. 36 Kirgisen starben, rund 200 wurden verletzt. Tadschikistan sprach von 19 Toten und 87 Verletzten. Zerstört wurden rund 300 Wohnhäuser und Objekte der Infrastruktur.
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