Heidelberg-Amokläufer kaufte Waffen in Wien

© REUTERS / TILMAN BLASSHOFERPolizeieinsatz nach einer Schießerei in der Heidelsberger Universität (24. Januar 2022)
Polizeieinsatz nach einer Schießerei in der Heidelsberger Universität (24. Januar 2022) - SNA, 1920, 27.01.2022
Nach dem Amoklauf an der Heidelberger Universität mit einer Toten und drei Verletzten haben die Behörden zum Motiv des Attentäters und zur Herkunft seiner Waffen ermittelt. Das Letztgenannte erscheint nun geklärt: Die Waffen sind eine Woche vor der Tat in Österreich erworben worden.
Vermutlich aus diesem Grund hatte der 18-jährige Schütze auch ein Hotelzimmer in Wien gemietet. Dort wurde eine der drei erstandenen Langwaffen gefunden, hieß es von der Staatsanwaltschaft Heidelberg am Mittwoch. Die Büchse dürfte demnach vom Personal entdeckt und von der Wiener Polizei sichergestellt worden sein. Abgesehen davon dürfte der Täter keine persönlichen Kontakte nach Wien gehabt haben.
„Belastbare Anhaltspunkte gegenüber einem über den reinen Waffenerwerb hinausgehenden Österreich-Bezug des mutmaßlichen Täters gibt es derzeit nicht", so die Pressestelle der Staatsanwaltschaft am Donnerstag laut „Der Standart“. Gegen die Waffenverkäufer werde derzeit kein förmliches Ermittlungsverfahren geführt, denn der Erwerb könnte legal gewesen sein.
In dem Hörsaal, in dem der Täter am Montag mehrere Gewehrschüsse abgegeben hatte, saßen rund 30 Studierende. Eine 19- und eine 20-jährige Frau sowie ein 20-jähriger Mann wurden durch die Schüsse leicht verletzt, eine 23-Jährige starb an den Folgen. Der mutmaßliche Täter, ein Student, tötete sich anschließend selbst.
Polizeieinsatz (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.01.2022
Ermittlungsgruppe soll Motiv für Heidelberger Amoklauf klären
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