Auf niedrigstem Stand seit Jahren: Gazprom zu Reserven von Gasspeichern in Europa

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Gazprom, Logo - SNA, 1920, 27.01.2022
In den unterirdischen Erdgasspeichern in Europa ist weniger als ein Viertel des im Sommer eingespeisten Gases geblieben, meldete der russische Energiekonzern Gazprom in seinem Telegramkanal am Donnerstag.
„Laut Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE) liegt das Volumen des aktiven Gases in den europäischen unterirdischen Speichern am 25. Januar um 26,9 Prozent (14,9 Milliarden Kubikmeter) unter dem Vorjahresniveau. Mehr als drei Viertel der in der Sommersaison eingespeisten Gasmenge wurden bereits entnommen. Am 25. Januar erreichte die Entnahme 75,9 Prozent oder 36,3 Milliarden Kubikmeter Gas“, hieß es im Posting.
Die Gesamtauslastung der Anlagen in Europa liege bei 40,9 Prozent. Dabei betrage die Auslastung der Erdgasspeicher in Deutschland und Frankreich etwa 39 Prozent.
Seit dem 11. Januar seien die Lagerbestände in den europäischen Gasspeichern auf den niedrigsten Stand seit vielen Jahren gefallen, hieß es weiter. Am 25. Januar seien die Reserven bereits um 2,24 Milliarden Kubikmetern weniger als die Mindestmenge für dieses Datum gewesen.
Die Auslastung der Erdgasspeicher in der Ukraine sei auch gering, so der Konzern. Am 25. Januar sei diese auf 11,8 Milliarden Kubikmeter gesunken.
„Das ist um 45,4 Prozent (um 9,8 Milliarden Kubikmeter) weniger als im Vorjahr und um 3,5 Milliarden Kubikmeter weniger als zum Zeitpunkt der Einspeisung im April 2021“, teilte das Unternehmen weiter mit.
Dabei brechen die Gaspreise in Europa alle Rekorde. Der drastische Anstieg begann Mitte letzten Jahres, und im Dezember erreichten die Preise ein Maximum – mehr als 2100 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter.
Laut Experten ist das auf die geringe Auslastung der unterirdischen Anlagen in Europa, aber auch auf das begrenzte Angebot der großen Gaslieferanten und die hohe Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas in Asien zurückzuführen.
Die Behörden der europäischen Länder haben Russland wiederholt beschuldigt, die Energiekrise provoziert zu haben. Russlands Präsident Wladimir Putin nannte die Vorwürfe Unsinn. Er erinnerte daran, dass er Brüssel angeboten habe, langfristige Lieferverträge zu behalten, aber die Europäische Kommission habe auf Marktpreisen bestanden, was letztendlich zu einer Krise geführt habe.
Gastransport über die Ukraine - SNA, 1920, 04.01.2022
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