Deutschlands Luftfahrt bleibt weiterhin von Pandemie belastet

© REUTERS / Kai PfaffenbachLufthansa-Maschinen am Flughafen von Frankfurt am Main (Archiv)
Lufthansa-Maschinen am Flughafen von Frankfurt am Main (Archiv) - SNA, 1920, 27.01.2022
Das Coronavirus belastet die deutsche Luftfahrt nach einem kurzen Aufschwung vom vergangenen Sommer wieder schwer. Am schlimmsten betroffen ist der Inlandsverkehr, Maschinen heben immer seltener ab, verlautete am Donnerstag aus der Branche.
Die Lage in der Luftfahrt der Bundesrepublik kann jetzt mit einem Wort charakterisiert werden – Flaute. Nachdem die globale Nachfrage bereits im vergangenen Jahr um 58 Prozent hinter dem Vorkrisenjahr 2019 zurückblieb, mussten für die ersten zwei Monate 2022 weitere Flüge gestrichen werden – wegen der neuen Corona-Variante Omikron -, teilte der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Donnerstag mit. Auch die Zahl der Sitze bei verbliebenen Flügen im Verkehr von und nach Deutschland wurde kurzfristig um mehr als ein Drittel reduziert.

Passagieraufkommen halbiert

Dem BDL zufolge hatten die deutschen Fluggesellschaften 2021 mit 52,5 Millionen Personen im Vergleich zum Vor-Covid-Jahr 2019 um 68 Prozent weniger Fluggäste befördert. An den deutschen Flughäfen wurden 78,6 Millionen Passagiere abgefertigt – ebenfalls ein starkes Minus von 69 Prozent zu 2019.
Die im Vergleich zu anderen europäischen Staaten langsame Erholung des Luftverkehrs in Deutschland resultiere aus dem schwachen innerdeutschen Verkehr mit nur noch rund einem Viertel der vor der Krise angebotenen Flüge. Die Reisenden hätten in Deutschland eher das Auto genommen, während die Inlandsflüge in den Ländern wie Spanien, Italien, Griechenland oder der Türkei bereits 68 bis 77 Prozent des Vorkrisen-Niveaus erreichten, hieß es.
Eine Regierungsmaschine vom Typ A340 parkt im militärischen Bereich am Flughafen Köln/Bonn (Archiv) - SNA, 1920, 25.01.2022
Regierungsmaschinen flogen 336 Mal leer zwischen Standorten
BDL-Präsident Peter Gerber verlangt Öffnungsperspektiven und eine schrittweise Rücknahme Corona-bedingter Auflagen, weil Impfungen und Tests eine sichere Mobilität ermöglichten. „Wir brauchen praktikable und europaweit einheitliche Reiseregeln, das heißt konkret weniger Bürokratie in den Abläufen“, betonte der Lufthansa-Manager.
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