Tod bei Corona-Demo in Wandlitz: Ehemaliger „In Extremo“-Musiker erweist sich als Opfer

CC BY-SA 4.0 / V-spectrum / Wikimedia Commons (cropped)Boris Pfeiffer (Archivbild)
Boris Pfeiffer (Archivbild) - SNA, 1920, 26.01.2022
Am Rande einer unangemeldeten Corona-Demonstration im brandenburgischen Wandlitz ist ein Mann am Montag gestorben. Nun hat sich herausgestellt, dass es sich um Boris Pfeiffer, ein Ex-Mitglied der bekannten Mittelalter-Rockband „In Extremo“, handelte. Darüber berichtet das Radio rbb24 am Mittwoch.
Nach Polizeiangeben hatte der 53-Jährige bei der Demo am Montagabend versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen. Als er dabei scheiterte, nahmen die Beamten seine Personalien auf und ließen ihn gehen. Auf dem Weg zu seinem Fahrzeug brach er dann zusammen und war später im Krankenhaus gestorben. Wegen ungeklärten Todesumständen leitete die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ein Todesermittlungsverfahren inklusive Obduktion ein.
Boris „Yellow“ Pfeiffer verließ seine Band im Mai 2021 nach über 26 Jahren wegenDifferenzen. „In Extremo“, die mittelalterliche Jahrmarktmusik mit hartem Rock mischen, haben große Erfolge in den Charts und internationalen Touren erzielt. Auf der Facebook-Seite der Gruppe erschien am Dienstagabend folgender Beitrag:

Aufruhr wegen angeblichen Videos mit dem Vorfall

Auf Initiative der rechtsextremen Splitterpartei „Freie Sachsen“ wird auf sozialen Netzwerken ein Video verbreitet, das angeblich den Vorfall zwischen dem Gestorbenen und einem Polizisten zeigt. Dieses löste Aufruhr aus und verursachte Vorwürfe in Bezug auf Polizeigewalt. Die Brandenburger Polizei teilte am Dienstag via Twitter allerdings mit, dass das Video aus Bernau stamme und mit dem Vorfall in Wandlitz nichts zu tun haben könne.
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