Moskau bekam „einige mündliche Antworten auf seine Sicherheitsvorschläge“ – Gruschko

© SNA / Pressedienst des russischen Außenamtes / Zur BilddatenbankAlexander Gruschko, stellvertretender Außenminister Russlands
Alexander Gruschko, stellvertretender Außenminister Russlands  - SNA, 1920, 26.01.2022
Moskau hat einige Antworten auf seine Sicherheitsvorschläge erhalten – vorerst aber in mündlicher Form, sagte der stellvertretende Außenminister Alexander Gruschko am Mittwoch gegenüber Journalisten.
„Wir möchten, erstens, wissen, warum unsere Vorschläge unannehmbar seien (…) Wir werden unsere weiteren Schritte sorgfältig prüfen und bestimmen“, sagte Gruschko.
Der Stellvertretende Minister merkte an, die Welt habe jetzt eine gefährliche Grenze erreicht, wo möglichst energische Bemühungen unternommen werden müssten, um von dieser Grenze abzurücken. Die russischen Vorschläge eröffneten den direkten und klaren Weg für eine Fortbewegung in der richtigen Richtung – nicht nur bei der Gewährleistung der nationalen Interessen Russlands, sondern auch bei der Rückkehr zum Aufbau der europäischen globalen Sicherheit auf der Grundlage der Prinzipien der Unteilbarkeit der Sicherheit, sagte Gruschko.
„Und wir sind davon überzeugt, dass dieses Friedenspotenzial unserer Initiativen umgesetzt und unterstützt wird“, so Gruschko.
Der Diplomat bezeichnete die russischen Vorschläge als einen Appell an den gesunden Menschenverstand.
„Wenn wir einen beliebigen Menschen auf der Straße um einen Kommentar zu unseren Vorschlägen bitten, (werden wir von ihm hören – Anm. d. Red.), dass sie alle den Aufgaben zur Festigung der Sicherheit und zum Aufbau einer Friedensarchitektur in Europa und in der ganzen Welt real entsprechen“, sagte der Vizeminister.
US-Außenminister trifft sich mit seinem russischen Amtskollegen in Genf  - SNA, 1920, 22.01.2022
Washington will Antwort auf Moskaus Sicherheitsvorschläge nicht publik machen – Zeitung
In der vergangenen Woche hatten der russische Außenminister Sergej Lawrow und US-Außenminister Antony Blinken in Wien verhandelt. Lawrow teilte am 21. Januar mit, dass die USA versprochen hätten, in der nächsten Woche schriftliche Antworten auf die russischen Vorschläge zu den Sicherheitsgarantien zu übermitteln.
Russland hatte Ende 2021 Abkommensentwürfe mit den USA und ihren Partnern über Sicherheitsgarantien in Europa veröffentlicht. Die russische Seite fordert unter anderem rechtliche Garantien für den Verzicht auf eine weitere Ausdehnung der Nato nach Osten, auf den Nato-Beitritt der Ukraine und auf die Einrichtung von Militärbasen in den postsowjetischen Staaten. In dem Dokument geht es auch um die Nicht-Stationierung von Angriffswaffen an den Grenzen Russlands und um den Abzug der Nato-Kräfte in Osteuropa zu den Stellungen vom Jahr 1997.
Mitte Januar fanden erste Diskussionen zu den russischen Vorschlägen statt. Die Delegationen Russlands und der USA führten Verhandlungen in Genf, dann wurden eine Sitzung des Russland-Nato-Rates in Brüssel und Konsultationen in den OSZE-Räumen in Wien abgehalten.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала