Kollagen von Seequallen als Heilmittel: Russische Forscher entwickeln einzigartige Technologie

© SNA / Liubov Aleksandrova / Zur BilddatenbankQuallen am Strand des Asowschen Meeres
Quallen am Strand des Asowschen Meeres - SNA, 1920, 26.01.2022
Eine neuartige Technologie der industriellen Gewinnung von Kollagen für Kosmetika und Medizin wird von Forschern der staatlichen technischen Donskoi-Universität (DGTU) im südrussischen Rostow am Don entwickelt. Als Rohstoff sollen Seequallen aus dem Asowschen Meer dienen, wurde vom Pressedienst der Universität mitgeteilt.
Die Forschungen haben zum Ziel, ein hochqualitatives therapeutisches Protein zu gewinnen, das in der Medizin und im Bereich der Schönheitspflege zur Wiederherstellung und Festigung von Gelenken und Haut verwendet und in Form von Injektionen, Gesichtsmasken, Gelen u.a.m. verabreicht werden kann.
Das Kollagen vom Fisch und Rind, das heute auf dem Markt vertreten ist, könnte nach Auffassung der Forscher Pathogene enthalten, ernsthafte Nebenwirkungen ausüben sowie allergische Reaktionen und sogar ein Implantatversagen auslösen.
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Das neue Forschungsprojekt der Donskoi-Universität zielt darauf ab, ein gefahrloses Kollagen zu gewinnen. Zudem soll die neue Technologie es ermöglichen, eine überaus hohe Zahl von Quallen im Asowschen Meer zu reduzieren und damit dessen Ökosystem auszubilanzieren und eine ausreichende Vielfalt an Tierarten zu sichern.
Die Arbeit an der neuen Technologie, die im Rahmen des Regierungsprogramms „Priorität-2030“ erfolgt, soll bis zum Jahr 2024 abgeschlossen werden.
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