Regierungsmaschinen flogen 336 Mal leer zwischen Standorten

© AFP 2022 / INA FASSBENDEREine Regierungsmaschine vom Typ A340 parkt im militärischen Bereich am Flughafen Köln/Bonn (Archiv)
Eine Regierungsmaschine vom Typ A340 parkt im militärischen Bereich am Flughafen Köln/Bonn (Archiv) - SNA, 1920, 25.01.2022
Maschinen der Luftwaffe-Flugbereitschaft verkehren zwischen ihren Standorten in Köln/Bonn und Berlin weiterhin überwiegend ohne Passagiere.
Wie das Verteidigungsministerium auf eine Anfrage des Linken-Fraktionschefs Dietmar Bartsch am Dienstag mitteilte, hatte es vom November 2020 bis jetzt 336 Leerflüge auf den Strecken gegeben. Somit habe der Anteil sogenannter Bereitstellungsflüge ohne Passagiere knapp 78 Prozent von insgesamt 431 Flügen zwischen Köln/Bonn und Berlin betragen.
„Bereitstellungsflüge (ohne Passagiere) wurden und werden sinnvoll zur Erfüllung der Aus- und Weiterbildungsprogramme der für Luftfahrzeugbesatzungen geforderten jährlichen Flugstunden und Verfahren genutzt“, zitierte die dpa aus dem Schreiben des Verteidigungsministeriums.

Bereitstellungsflüge mit nur besetztem Cockpit

Dieser klimapolitische Irrsinn müsse schnellstens enden, kritisierte Bartsch die Leerflüge.

„Während den Bürgern Verzicht bei Flugreisen gepredigt wird, starten und landen die Flieger der Flugbereitschaft hundertfach mit nur besetztem Cockpit“, betonte der Linken-Politiker.

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„Die Piloten der Flugbereitschaft sollen und müssen erstklassig ausgebildet sein, allerdings muss die Ausbildung auch klimapolitischen Anforderungen stärker angepasst werden. Mit zwei Regierungssitzen und unnützen Pendeleien zwischen Bonn und Berlin muss Schluss sein“, forderte Bartsch.
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