Polizeigewerkschaft rät Amoklauf-Betroffenen, Hilfe anzunehmen

© REUTERS / TILMAN BLASSHOFERHeidelberg nach mutmaßlichem Amoklauf an der Universität
Heidelberg nach mutmaßlichem Amoklauf an der Universität - SNA, 1920, 25.01.2022
Weil sie Todesangst ausgestanden haben, sollten sich Betroffene nach dem Amoklauf in Heidelberg psychologisch betreuen lassen. Das empfiehlt die Deutsche Polizeigewerkschaft. Am Montag hatte ein Täter in einem Hörsaal Gewehrschüsse abgegeben und eine Person getötet sowie mehrere verletzt.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft empfiehlt nach dem Amoklauf an der Uni Heidelberg den von der Tat unmittelbar Betroffenen, sich psychologisch betreuen zu lassen. „Die Studenten im Hörsaal haben Todesangst ausgestanden, sie wussten ja nicht, wie lange der Täter noch schießt“, sagte Landeschef Ralf Kusterer der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Er fügte hinzu: „Das werden sie ihr Leben lang nicht vergessen.“ Das Erlebte könne zu posttraumatischen Belastungsstörungen führen, wenn die Betroffenen nicht behandelt würden. Das gelte auch für andere Menschen, die sich womöglich zur Tatzeit in dem Gebäude befanden. Die Polizei könne Hilfesuchende über die entsprechenden Angebote informieren.

Gewehrschüsse im Horsaal

In dem Hörsaal, in dem der Täter am Montag mehrere Gewehrschüsse abgegeben hatte, saßen rund 30 Studierende. Eine 19- und eine 20-jährige Frau sowie ein 20-jähriger Mann wurden durch die Schüsse leicht verletzt, eine 23-Jährige starb an den Folgen. Der mutmaßliche Täter, ein Student, tötete sich anschließend selbst.
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Opferbeauftragter: Ansprechpartner stehen bereit

Der Opferbeauftragter der Landesregierung, Alexander Schwarz, hatte bereits betont, er und sein Team stünden als Ansprechpartner für Betroffene – Angehörige, Verletzte und Augenzeugen – bereit. Er sagte: „Es ist uns ein Anliegen, für die Menschen, die Furchtbares erleben mussten, da zu sein und sie in dieser schweren Situation nicht alleine zu lassen.“
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