Energiesektor: Russisch-chinesisches Bündnis nimmt Gestalt an – Botschafter

© SNA / Pavel Lwow / Zur BilddatenbankGasverarbeitungswerk im Gebiet Amur
Gasverarbeitungswerk im Gebiet Amur - SNA, 1920, 25.01.2022
Zwischen Russland und China hat sich eine Allianz im Energiebereich gebildet. Darauf verwies der russische Botschafter in Peking, Andrej Denissow, in einer Pressekonferenz am Dienstag.
Die Zusammenarbeit in diesem Bereich sei tiefgreifend und vielfältig und umfasse die Sphäre der erneuerbaren Energien sowie die Verarbeitung von Energierohstoffen.
„Das erlaubt uns die Behauptung, dass sich zwischen Russland und China eine Art Energieallianz gebildet hat, denn es handelt sich um ein umfassendes Programm der vielfältigen Zusammenarbeit im Energiesektor“, sagte Denissow.
Laut Prognose des Botschafters wird die hohe Nachfrage nach russischem Erdgas auch in Zukunft bestehen. Die Seiten besprechen zurzeit neue Projekte im Bereich der Lieferungen von blauem Brennstoff, der in nur wenigen Jahren eine sichere Position in der Struktur der russischen Exporte nach China eingenommen hat.
Die Energetik sei „die Grundlage für die bilaterale Zusammenarbeit in der materiellen Sphäre“, betonte Denissow .
Das russische Unternehmen „Novatek“ hat Anfang Januar einen Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen „Zhejiang Energy“ über die Lieferung von einer Million Tonnen verflüssigtes Erdgas im Jahr unterzeichnet. Das Gas stammt aus der Produktion von „Arktik SPG 2“. Der Vertrag ist auf 15 Jahre angelegt.
Das Logo des russischen Gasriesen Gazprom  - SNA, 1920, 02.01.2022
Gazprom verzeichnet 2021 Zuwachs an Gasexporten, auch nach Deutschland
Der russische Gaskonzern „Gazprom“ liefert Gas durch die Pipeline „Sila Sibiri“ (dt. „Kraft Sibiriens“) nach China. Der erste Abschnitt der Pipeline mit einer Länge von rund 2200 Kilometern zwischen dem Vorkommen Tschajandinskoje (Jakutien) und Blagoweschtschensk an der Grenze zu China wurde Ende 2019 in Betrieb genommen. Der zweite, fast 800 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Vorkommen Kowyktinskoje und Tschajandinskoje soll Anfang 2023 seiner Bestimmung übergeben werden.
Nach dem Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen CNPC wird die Liefermenge mit jedem Jahr vergrößert. Die angepeilte Leistung soll zum Jahr 2025 insgesamt 38 Milliarden Kubikmeter im Jahr betragen.
Der Warenumsatz zwischen Russland und China ist zum Abschluss des Jahres 2021 nach chinesischen Angaben um 35,8 Prozent gestiegen und hat eine Rekordhöhe von 146,887 Milliarden Dollar erreicht.
Der chinesische Export nach Russland hat sich im selben Zeitraum um 33,8 Prozent auf 67,565 Milliarden Dollar im Jahr erhöht. Der Export aus Russland nach China stieg um 37,5 Prozent auf 79,322 Milliarden Dollar.
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