Nach Bayern: Auch Baden-Württemberg plant Öffnung bei Großveranstaltungen

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Konzert (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.01.2022
In Baden-Württemberg werden die Corona-Regeln beim Sport und bei Kulturveranstaltungen gelockert, allerdings nicht so stark wie im Freistaat Bayern, der den ersten Schritt in diese Richtung getan hat.
Nach Bayern will nun auch Baden-Württemberg die Corona-Regeln für Sport und Kulturveranstaltungen lockern, aber nicht so stark wie der Freistaat. Anders als Bayern wolle die grün-schwarze Landesregierung in der Fußball-Bundesliga keine Spiele mit bis zu
10.000 Zuschauern zulassen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart.

Baden-Württemberg entscheidet sich für „mittleren Weg“

„Wir werden sicher mit den Zahlen erheblich drunterbleiben“, sagte der Grünen-Politiker. Andererseits müsse es eine gewisse Öffnung geben, sonst werde es wieder „gigantische Debatten“ über Unterschiede bei den Corona-Regeln zwischen den Ländern geben. Sein Land werde in der neuen Corona-Verordnung „einen mittleren Weg“ gehen.

Keine Einigung von Bund und Ländern

Mit der Erlaubnis für Großveranstaltungen gehen die beiden Südländer über den gemeinsamen Bund-Länder-Beschluss vom Montagabend hinaus. „Man muss sehr bedauern, dass es gestern nicht gelungen ist, zu Veranstaltungen eine bundeseinheitliche Regelung zu finden“, sagte Kretschmann. Zwar solle es hierzu am 9. Februar nochmal Gespräche geben. Doch bis dahin müssten die Ländern das zunächst selbst regeln.
Lockdown (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.01.2022
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Alarmstufe im Südwesten gesenkt

In der bisher geltenden Alarmstufe II im Südwesten dürfen bei Veranstaltungen 50 Prozent der maximalen Kapazität genutzt werden – aber höchstens 500 Besucherinnen und Besucher können kommen. Und es gilt die Regel, dass nur Geimpfte und Genesene mit einem Test (2G plus) Zugang haben. Nach einem Gerichtsurteil muss das Land aber jetzt das reguläre Stufensystem wieder in Kraft setzen. Das bedeutet, dass künftig die normale Alarmstufe gilt. Diese sieht bei Veranstaltungen eigentlich eine Auslastung von bis zu 50 Prozent vor und höchstens 25.000 Besucherinnen und Besucher.
Kretschmann kündigte erneut an, diese Regeln innerhalb der einzelnen Stufen anpassen zu wollen. Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante mache dies nötig.
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