Cyberattacke auf Kanadas Außenamt: Boschafter kritisiert Vorwurf gegen Russland als „absurd“

CC0 / Darwin Laganzon/pixabay / Cyberangriff (Symbolbild)
Cyberangriff (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.01.2022
Der russische Botschafter in Kanada, Oleg Stepanow, hat die Versuche, Russland einen Hackerangriff auf das kanadische Außenministerium zuzuschreiben, als eine „Hysterie“ und „Absurdität“ kritisiert.
„Die Situation mit der Dämonisierung Russlands ist so weit gegangen, dass jedes Ereignis auf der Welt, welches niemandem zugeschrieben werden kann, sofort Russland zugeschoben wird, weil dies eine todsichere Technik in den westlichen Medien und politischen Kreisen ist“, sagte Stepanow gegenüber russischen Medien. Er hat dabei von einer „Hysterie“ gesprochen und einer „selbstproduzierten antirussischen westlichen Propaganda“.
„Es ist einfach absurd, uns irgendeine Art von böswilliger Absicht in Form von Cyberangriffen zuzuschreiben“, fügte der Botschafter hinzu. Es sei zu bedauern, dass verschiedene Kräfte in Kanada in der letzten Zeit versuchen würden, Russland böswillige Cyberaktivitäten zuzuschreiben.
„Russland ist nicht an illegalen Zerstörungsaktivitäten im Cyberspace beteiligt. Im Gegenteil, Russland ist führend bei den internationalen Bemühungen um eine Stärkung der Zusammenarbeit aller Staaten im Kampf gegen Bedrohungen der internationalen Informationssicherheit“, stellte Stepanow klar.
Am Montag hatte der kanadische TV-Sender Global News unter Verweis auf Regierungsquellen berichtet, dass sich Kanadas Außenministerium bemühe, sich von einem Cyberangriff zu erholen, von dem vermutet werde, dass er von russischen Hackern durchgeführt worden sei. Zudem wurde gemutmaßt, dass es bei der Attacke um eine Vergeltung für Kanadas verstärkte Bemühungen gehen könnte, der Ukraine mehr Militärhilfe zu schicken.
„Das Außenministerium war das Ziel eines Cyberangriffs, aber es ist nicht klar, ob die Russen, die mutmaßlichen Täter, sich in das System gehackt oder es nur einfach geschafft haben, seinen Betrieb zu stören“, zitierte der Sender eine anonyme Quelle in den Sicherheitsstrukturen.
Letzte Woche haben kanadische Geheimdienste Betreiber der kritischen Infrastrukturen vor angeblich aus Russland kommenden Cyber-Bedrohungen gewarnt und dazu aufgerufen, ihre Netzwerke widerstandsfähiger gegen Hackerangriffe zu machen.
Russland hat die Vorwürfe westlicher Staaten bezüglich der Cyberangriffe wiederholt als unbegründet zurückgewiesen und sich zudem bereit erklärt, bei der Cyber-Sicherheit zusammenzuarbeiten.
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