Nato schickt zusätzlich Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge nach Osteuropa

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Nato-Emblem - SNA, 1920, 24.01.2022
Die Nato stärkt ihre Präsenz in Osteuropa im Zusammenhang mit der Situation um die Ukraine, geht aus einer Mitteilung auf der Webseite der Allianz hervor.
„Die Nato-Verbündeten versetzen ihre Kräfte in Einsatzbereitschaft und entsenden zusätzlich Schiffe und Kampfflugzeuge zu Stationierungsorten der Nato in Osteuropa. Sie verstärken damit ihre Abschreckungs- und Verteidigungsmaßnahmen, weil Russland seine militärische Präsenz in der Ukraine und um dieses Land weiter festigt“, heißt es.
Laut der Mitteilung haben mehrere Verbündete in den letzten Tagen die Stationierung ihrer Kräfte bekanntgegeben bzw. angekündigt.
So entsendet Dänemark eine Fregatte in die Ostsee und vier Mehrzweckkampfflugzeuge F-16 nach Litauen.
Spanien entsendet Schiffe und erwägt die Entsendung von Jagdflugzeugen nach Bulgarien.
Frankreich hat sich bereit erklärt, seine Kräfte nach Rumänien zu verlegen.
Die Niederlande schicken ab April zwei Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeuge F-35 nach Bulgarien und versetzen ein Schiff und bodengestützte Kräfte in Einsatzbereitschaft.
Die USA prüfen die Möglichkeit, ihre militärische Präsenz an der Ostflanke der Allianz zu erweitern, heißt es.
US-Flugzeugträger USS Harry S. Truman (Archiv) - SNA, 1920, 21.01.2022
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In den letzten Monaten tauchen in westlichen Massenmedien immer neue Berichte über die Vorbereitung einer „Invasion“ Moskaus in die Ukraine auf. Die russische Seite wies diese falschen Informationen wiederholt zurück und betonte, dass solche Behauptungen zur Aufstockung der Truppen der Nordatlantischen Allianz vor den Grenzen Russlands genutzt würden.
Wie der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, Andrej Kartapolow, sagte, wird Russland eine angemessene Antwort geben, wenn die US-Truppen in den baltischen Ländern und in Osteuropa aufgestockt werden sollten.

„Russland wird solche Handlungen selbstverständlich nicht unbeantwortet lassen und adäquate Einwirkungsmaßnahmen gegen verschärfte Bedrohungen ergreifen“, sagte der Parlamentarier.

Er nahm somit Stellung zu dem in der Zeitung „The New York Times“ erschienenen Artikel über die Möglichkeit der Stationierung von bis zu 5000 US-Soldaten in den genannten Regionen.
Zeitungsquellen zufolge denkt US-Präsident Joe Biden neben der Truppenstationierung auch an die Möglichkeit, zusätzlich Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge ins Baltikum und nach Osteuropa zu schicken.
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