Corona-Impfstoff für Kinder: Gamaleja-Institut erhält Zulassung für klinische Studien

© SNA / RDIF/Gamaleja-Zentrum / Zur BilddatenbankEine Mitarbeiterin arbeitet in einem Labor des Gamaleja-Forschungszentrums in Moskau (Archivbild)
Eine Mitarbeiterin arbeitet in einem Labor des Gamaleja-Forschungszentrums in Moskau (Archivbild) - SNA, 1920, 24.01.2022
Das russische Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie hat eine Zulassung erhalten, die die Durchführung von klinischen Studien eines Coronavirus-Impfstoffs für Kinder ermöglicht. Das geht aus einem Register des russischen Föderalen Dienstes für Überwachung im Gesundheitswesen (Roszdravnadzor) hervor.
Den Unterlagen zufolge soll der Impfstoff für Kinder zweimal intramuskulär verabreicht werden. Die Forscher gehen davon aus, dass 2200 Patienten an der Studie teilnehmen werden, heißt es. Die Studie werde voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2023 abgeschlossen sein.
„Ziel der klinischen Studie: Bewertung der Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität des Arzneimittels Gam-Covid-Vac M, eines kombinierten Vektorimpfstoffs zur Vorbeugung einer durch SARS-CoV-2 verursachten Coronavirus-Infektion bei Kindern“, heißt es in den Unterlagen.
Ende 2021 hatte das russische Gesundheitsministerium einen Impfstoff „Sputnik M“ für Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zugelassen. Diese Woche sollen die ersten Lieferungen dieses Impfstoffs in viele Regionen Russlands erfolgen. Die Impfung mit dem Präparat ist freiwillig und nur mit schriftlicher Zustimmung der Eltern möglich.
Russischer Corona-Impfstoff „Sputnik V“  - SNA, 1920, 11.01.2022
EU-Arzneimittelagentur erkennt Produktionsstandards von Sputnik-V an – Gamaleja-Institut
Der Corona-Impfstoff „Sputnik V”, der bereits im August 2020 als weltweit erster registriert worden war, ist derzeit in 71 Ländern mit einer Bevölkerung von knapp vier Milliarden Menschen zugelassen. „Sputnik Light” ist in 30 Ländern zugelassen worden. Die Impfstoffe wurden vom russischen Gamaleja-Forschungszentrum entwickelt und vom Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) mitfinanziert, der auch für ihre weltweite Vermarktung zuständig ist.
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