Assange darf Auslieferung in die USA anfechten – Gericht

© REUTERS / HENRY NICHOLLSUnterstützer des WikiLeaks-Gründers Julian Assange protestieren vor dem Royal Courts of Justice in London, Großbritannien am 24. Januar 2022
Unterstützer des WikiLeaks-Gründers Julian Assange protestieren vor dem Royal Courts of Justice in London, Großbritannien am 24. Januar 2022 - SNA, 1920, 24.01.2022
WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf vor dem Obersten Gerichtshof Großbritanniens, dem Supreme Court, seine Auslieferung in die Vereinigten Staaten anfechten.
Das High Court in London gab seinem Antrag auf „Feststellung einer Rechtsfrage” statt. Es verweigerte ihm jedoch die Erlaubnis für eine direkte Berufung, was bedeutet, dass der Oberste Gerichtshof noch entscheiden muss, ob er seine Anfechtung anhören soll oder nicht.
Im Dezember hob das High Court ein Auslieferungsverbot auf, das von einem untergeordneten Gericht wegen des Risikos erteilt worden war, dass Assange bei einer Auslieferung Selbstmord begehen könnte.
Wikileaks-Gründer Julian Assange (Archivbild) - SNA, 1920, 03.01.2022
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Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange sitzt seit 2019 im britischen Gefängnis Belmarsh. In den USA drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft. Die USA werfen ihm vor, mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben. Er habe damit US-Informanten in Gefahr gebracht. Seine Unterstützer sehen in ihm hingegen einen investigativen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht gebracht hatte.
Ende Dezember 2021 hatte die Verlobte von Assange, Stella Moris, in sozialen Netzwerken mitgeteilt, die Berufung gegen das Urteil des britischen High Court bei der letzten Berufungsinstanz des Vereinigten Königreichs, dem Supreme Court, eingereicht zu haben.
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