Russischer Ex-Minister: Chirac dankte Jelzin für Rettung eines französischen Beamten

© SNA / Aleksandr MakarowDer ehemalige französische Präsident Jacques Chirac während des Besuchs in Moskau im Jahr 1997
Der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac während des Besuchs in Moskau im Jahr 1997 - SNA, 1920, 23.01.2022
In den späten 1990er Jahren soll der damalige französische Präsident Jacques Chirac seinen russischen Amtskollegen Boris Jelzin angerufen und ihm für seine Hilfe bei der Freilassung des französischen Beamten Vincent Cochetel gedankt haben. Dies teilte der frühere russische Innenminister Sergej Stepaschin mit.
In einem Interview mit der Zeitung „Rossijskaja Gazeta“ erinnerte sich Stepaschin an Cochetels Entführung am 29. Januar 1998 in Wladikawkas (Hauptstadt der russischen Teilrepublik Nordossetien-Alanien). Damals fungierte der Franzose als Vertreter des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen.
Am 12. Dezember 1998 wurde Cochetel im Ergebnis einer Sonderoperation des Innenministeriums unter Beteiligung des damaligen Vize-Innenministers Wladimir Ruschajlo und des damaligen Vize-Sprechers der Staatsduma Mikhail Gutseriew freigelassen. Gutseriew war Schöpfer des ersten besonderen Wirtschaftsraums Russlands – der Zone der wirtschaftlichen Begünstigung „Inguschetien“. Heute ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann.
„Cochetel wurde freigelassen und kehrte nach Moskau zurück. Er sprach sehr herzlich über diejenigen, die ihn gerettet hatten: er erinnerte sich an mich, an Boris Nikolajewitsch (Jelzin – Anm.d.Red.), Mikhail Safarbekovitsch (Gutseriew – Anm.d.Red.) und Wladimir Ruschajlo. Chirac rief dann Jelzin an und drückte ihm seine tiefe Dankbarkeit aus“, sagte Stepaschin.
Er fügte hinzu, Gutseriew sei in der Lage gewesen, ernsthaften Druck auf tschetschenische Geschäftsleute auszuüben, was zur Rettung von Cochetel – der fast ein Jahr in tschetschenischer Gefangenschaft verbrachte – beigetragen habe.
Darüber hinaus half Gutseriew auch bei der Rettung des bevollmächtigten Vertreters Russlands in Tschetschenien, Valentin Wlassow:
„Dann sagte ich zu Jelzin: ‚Es wäre schön, Gutseriew einen Staatspreis zu verleihen.' Aber Mikhail Safarbekovitsch, widersprach, nachdem er davon erfahren hatte: ‚Ich brauche keinen Ordensschmuck – ich kämpfe nicht‘“, sagte Stepaschin.
Der ehemalige Innenminister betonte, die Franzosen hätten ihm den Orden des Kommandanten der Ehrenlegion verliehen, aber laut Stepaschin sollte das eine gemeinsame Auszeichnung für ihn und Gutseriew sein. Stepaschin dankte Gutseriew auch aufrichtig für seine Teilnahme an der Rettung von Militärs, für seinen Mut und seine Tapferkeit.
Atoll Mururoa (Archivbild) - SNA, 1920, 30.09.2021
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