Russischer Chefunterhändler in Wien warnt Kiew vor Provokationen im Donbass

© AP Photo / Jewgeni MaloletkaUkrainische Soldaten
Ukrainische Soldaten - SNA, 1920, 23.01.2022
Moskau wird laut dem russischen Chefunterhändler für militärische Sicherheit und Rüstungskontrolle in Wien, Konstantin Gawrilow, einen Angriff Kiews und des Westens auf den Donbass nicht tolerieren.
„Alles wurde klar gesagt und man hat gewarnt: Wir werden es nicht tolerieren, wenn unsere Bürger angegriffen werden. Es wurde klar gesagt, es wurde in allen Medien klar gesagt“, sagte er.
Zuvor hatte der Diplomat gesagt , dass westliche Länder bluffen und einen angeblichen „Angriff“ auf die Ukraine vorwerfen würden, um eine gute Verhandlungsposition zu haben. Gleichzeitig schloss er Provokationen der Streitkräfte der Ukraine an der Grenze nicht aus und betonte, dass Moskau alles tue, um sie zu verhindern.
Ihm zufolge wurde im Westen eine Kampagne entfesselt: Die westlichen Politiker behaupten, dass Russland in die Ukraine einmarschieren wolle. Weder die Erklärungen des russischen Präsidenten noch die Erklärungen der hochrangigen russischen Regierungsvertreter über die mögliche diplomatische Lösung würden dazu beitragen, diese Kampagne zu stoppen.
„Ich schließe nicht aus, dass sie eine Provokation darstellen können. Dafür wird eine Informationshülle erstellt“, fügte Gawrilow hinzu.
Er erinnerte auch daran, dass Russland einer der Garanten der Minsker Vereinbarungen sei und „nicht zulassen wird, dass seine Bürger beleidigt, geschweige denn getötet werden“.
Ende 2021 hatte Russland Entwürfe für einen Vertrag mit den USA und ein Abkommen mit der Nato über Sicherheitsgarantien veröffentlicht. Insbesondere forderte Moskau von den westlichen Partnern rechtsverbindliche Garantien dafür, dass die Nato auf die Stationierung von Militärbasen in den ehemaligen Sowjetrepubliken, auf eine weitere Osterweiterung und vor allem auf den Beitritt der Ukraine zu dem Bündnis verzichtet.
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Russland und die USA hielten am 9. und 10. Januar in Genf Konsultationen zu Moskaus Sicherheitsvorschlägen ab. Am 12.Januar fand in Brüssel eine Sitzung des Nato-Russland-Rates statt, gefolgt von Konsultationen auf der Wiener Plattform der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Donnerstag.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte nach seinem Treffen mit US-Außenminister Anthony Blinken am vergangenen Freitag, die USA würden Russland in der nächsten Woche schriftliche Antworten auf die Sicherheitsvorschläge zukommen lassen.
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