Mali: Französischer Soldat bei Terroristen-Angriff getötet

© AFP 2022 / STR Französischer Soldat Alexandre Martin bei Terroristen-Angriff in Mali ist ums Leben gekommen
 Französischer Soldat Alexandre Martin bei Terroristen-Angriff in Mali ist ums Leben gekommen - SNA, 1920, 23.01.2022
Bei einem Angriff von Terroristen auf ein Militärlager in Mali ist der französische Soldat Alexandre Martin ums Leben gekommen, wie der TV-Sender „France 24“ am Sonntag mitteilte.
„Tiefe Trauer über den Tod des Brigadiers Alexandre Martin bei einem Kampf am 22. Januar in Gao, Mali. Ich begrüße sein Engagement. Alle meine Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Verwandten und seinen Waffenbrüdern“, twitterte der Stabschef der französischen Armee.
Die Granatwerfer-Attacke auf das Camp der französischen Operation „Barkhane“ in Gao im Norden Malis sei am Samstagnachmittag verübt worden.
Nach Angaben des Generalstabs erlitt Martin dabei schwere Verletzungen, denen er trotz medizinischer Notversorgung schließlich erlag. Eine Hubschrauber-Patrouille sei beauftragt worden, die Terroristen zu „neutralisieren“.
Wie es in einer Mitteilung des Elyseepalasts hieß, hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der Familie des Toten sein Beileid ausgesprochen.

Operation „Barkhane“

Die von Frankreich geführte Militäroperation zur Bekämpfung des transnationalen, islamistischen Terrorismus „Barkhane“ wird seit August 2014 durchgeführt. Die zahlenmäßige Stärke der Truppen beträgt bis zu 5100 Mann. Mit einer Neuausrichtung seiner Präsenz in der Region und dem Ende von „Barkhane“ will Frankreich die Truppenstärke langfristig auf 2500 bis 3000 Mann reduzieren.
Das Operationsgebiet umfasst die ehemaligen französischen Kolonien Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauretanien und Niger. Diese Länder bilden die „G5 Sahel“.
Auch die Bundeswehr hat in Mali mehrere Hundert Soldaten stationiert. Anfang Januar hatte die Wehrbeauftragte Eva Högl eine Beendigung der Bundeswehreinsätze im westafrikanischen Mali in Betracht gezogen.
Französische Soldaten der Anti-Terror-Operation „Barkhane in Mali (Archivbild) - SNA, 1920, 04.06.2021
Nach Putsch in Mali: Frankreich setzt gemeinsame Militäroperationen aus
Die Bundeswehr ist in Mali an der UN-Mission „Minusma“ und der EU-Ausbildungsmission „EUTM" beteiligt. Man müsse die Bundeswehreinsätze auf eine mögliche Beendigung hin überprüfen, zitierte die Deutsche Presseagentur die Wehrbeauftragte.
Im Juni verlängerte der UN-Sicherheitsrat mit seiner Resolution 2584 das Mandat der Mission „Minusma" bis Ende Juni 2022.
Auf Ersuchen der malischen Regierung und auf der Grundlage von UN-Resolutionen einigten sich die Mitgliedstaaten der EU darauf, im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik eine Mission zur Ausbildung der malischen Streitkräfte einzurichten. Der Rat der Europäischen Union verlängerte das Mandat der Ausbildungsmission bis Mitte Mai 2024.
Deutsche Soldaten aus der Fallschirmjägerabteilung der UN-Mission „Minusma.  - SNA, 1920, 02.01.2022
Wehrbeauftragte Högl zieht Beendigung der Bundeswehreinsätze in Mali in Betracht
In den Staaten der Sahelzone sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen „Islamischer Staat“ (auch IS; Daesh)* oder Al-Kaida** die Treue geschworen.
*eine Terroroperation, in Russland und Deutschland verboten
**Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
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