Kämpfe nach IS-Angriff auf Gefängnis in Syrien dauern an

© AP Photo / Aamaq News Agency via APEin IS-Terrorkämpfer in Syrien (Archivfoto)
Ein IS-Terrorkämpfer in Syrien (Archivfoto) - SNA, 1920, 22.01.2022
Zwei Tage nach dem heftigen Angriff der Terrororganisation Islamischer Staat (IS)* auf ein Gefängnis im Nordosten Syriens konnten viele der geflohenen Insassen nach Angaben einer Kurdenmiliz wieder gefasst werden. Die Gefechte in der Stadt Al-Hassaka dauerten am Samstag jedoch weiter an.
Am Donnerstag waren Berichten zufolge mindestens 20 IS-Anhänger aus der Haftanstalt ausgebrochen, nachdem Angreifer zwei Autobomben am Eingang des Gefängnisses gezündet hatten. In einer in den sozialen Medien verbreiteten Erklärung bekannte sich der IS zu der Tat.
Die von der kurdischen YPG-Miliz angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die die Stadt kontrollieren, fahndeten mit einem Großaufgebot nach den Geflohenen. Zahlreiche geflohene Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) seien gefasst worden, teilte ein SDF-Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur mit.
Nach Informationen der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren insgesamt Dutzende auf der Flucht. Bei dem Überfall auf das Gefängnis seien mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen, darunter 45 Dschihadisten. US-Truppen unterstützten den Kampf gegen die Extremisten mit Luftschlägen.
Diese Männer werden verdächtigt, dem IS* anzugehören (Archivbild) - SNA, 1920, 21.01.2022
Dutzende IS-Terroristen fliehen aus Gefängnis im Norden Syriens
Es war einer der schwersten IS-Angriffe in Syrien in den vergangenen Jahren. Ziel war die Befreiung inhaftierter Anhänger. Nach Angaben kurdischer Medien sitzen rund 5000 IS-Anhänger in der betroffenen Haftanstalt ein.
Nur einen Tag später griffen IS-Terroristen im benachbarten Irak einen Militärstützpunkt an. Bei der Attacke in der Provinz Dijala rund 60 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bagdad kamen Medienberichten zufolge elf Soldaten ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt.
Die Terrormiliz hatte im Sommer 2014 große Gebiete im Norden und Westen des Iraks eingenommen und dort ein sogenanntes Kalifat ausgerufen. Mit Unterstützung der USA und anderer Staaten konnten die irakischen Sicherheitskräfte die Terrormiliz zurückdrängen. Zum Herrschaftsgebiet der Extremisten gehörten auch große Teile des benachbarten Syriens.
*Terrororganisation mit Betätigungsverbot in Russland und Deutschland
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