Auch wegen veränderter Versetzungsbedingungen: Deutlich weniger Wiederholer im Schuljahr 2020/21

© AP Photo / Markus SchreiberSchülerInnen in Schutzmasken (Archivbild)
SchülerInnen in Schutzmasken (Archivbild) - SNA, 1920, 21.01.2022
Im Coronajahr 2020/21 haben bundesweit deutlich weniger Schüler die Klassenstufe wiederholt als im Schuljahr 2019/20. Das liegt laut dem Statistischen Bundesamt unter anderem daran, dass in vielen Bundesländern die Versetzung nicht mehr an die schulische Leistung geknüpft war.
Wie das Statistische Bundesamt am Freitag meldet, ist im Schuljahr 2020/21 die Zahl der Schüler, die eine Klassenstufe wiederholt haben, im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Insgesamt seien 93.100 Schüler betroffen gewesen – das seien 50.500 weniger als im Schuljahr 2019/20. Bundesweit sei damit die Quote von 2,3 Prozent auf 1,4 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt weiter ausführt, sei die Zahl der Wiederholer in allen Bundesländern gesunken. In Bayern habe es mit 26.500 Schülern die meisten Wiederholer gegeben, in Berlin mit gerade einmal 2500 die wenigsten. Mehr als die Hälfte der Kinder, die eine Klassenstufe wiederholten, sei männlich (58 Prozent).
Klasse (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.01.2022
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Als Gründe für die gesunkene Quote werden in der Mitteilung veränderte Lern- und Versetzungsbedingungen angeführt.
„Aufgrund von Unterrichtsausfällen, Wechsel- und Distanzunterricht wurden in vielen Bundesländern besondere Regeln in Hinblick auf die Versetzung eingeführt. So wurde die Versetzung vielfach nicht mehr an die schulischen Leistungen geknüpft.“
Ob auch eine sich unter Pandemiebedingungen verschlechterte Lernleistung für die Neuregelung der Versetzung ausschlaggebend war, wird nicht präzisiert.
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