Mindestens 20 Tote bei IS-Angriffen im Irak und in Syrien

© AFP 2022 / JOHN MOOREirakische Sicherheitskräfte (Archivbild)
irakische Sicherheitskräfte (Archivbild) - SNA, 1920, 21.01.2022
Bei einem Angriff der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (Daesh, auch IS)* im Irak sind elf Soldaten ums Leben gekommen. Es gibt auch Verletzte, wie die irakische Staatsagentur INA am Freitag berichtete. Zudem wurden laut Medienberichten bei einer IS-Attacke in Syrien ebenfalls neun Menschen getötet.
Den Angaben zufolge überfielen die Extremisten am Freitagmorgen einen Militärstützpunkt in der irakischen Provinz Dijala rund 60 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bagdad. Die Dschihadisten konnten anschließend fliehen.
Am Donnerstagabend brachen mindestens 20 IS-Terroristen aus einem Gefängnis in der nordsyrischen Stadt Al-Hasaka aus. Die von der kurdischen YPG-Miliz angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die die Stadt kontrollieren, fahndeten nach den flüchtigen Häftlingen.
Neun Menschen seien bei Gefechten getötet worden, darunter sechs IS-Angreifer, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Fünf Insassen seien geflohen.
Wie der TV-Sender Al-Mayadeen berichtete, haben Komplizen der Terroristen zwei Autobomben am Eingang des Gefängnisses gezündet, um ihnen die Flucht zu erleichtern. Zunächst hat sich der IS nicht zu zu den Angriffen bekannt.
Diese Männer werden verdächtigt, dem IS* anzugehören (Archivbild) - SNA, 1920, 21.01.2022
Dutzende IS-Terroristen fliehen aus Gefängnis im Norden Syriens
Obwohl sich die Sicherheitslage in Bagdad in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hatte, leidet das Land immer noch unter den Folgen des Kampfes gegen den IS, der Terroranschläge im Land organisiert. Die irakischen Sicherheitskräfte konnten die Terrormiliz mit internationaler Unterstützung, darunter der der Vereinigten Staaten, militärisch besiegen. Zellen der Terroristen sind aber weiterhin aktiv und verüben Anschläge, vor allem auf Sicherheitskräfte.
In Syrien tobt seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt zwischen Regierungstruppen, dem dschihadistischen „Islamischen Staat“ und militanten, bewaffneten Oppositionsgruppen.
Russland hatte 2015 auf Bitte der syrischen Regierung mit einer Anti-Terror-Operation in dem arabischen Land begonnen. Im Dezember 2017 verkündete der russische Präsident, Wladimir Putin, den Sieg über die Terrormiliz IS in Syrien, fügte aber hinzu, dass einzelne Widerstandsherde der Islamisten in Syrien noch für einige Zeit bestehen könnten.
*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten
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