Schrecklicher Fund an US-kanadischer-Grenze: Vier Migranten erfroren – auch ein Baby

© AFP 2022 / HANDOUTSchrecklicher Fund an US-kanadischer-Grenze: Vier Migranten erfrieren
Schrecklicher Fund an US-kanadischer-Grenze: Vier Migranten erfrieren  - SNA, 1920, 21.01.2022
Der Grenzschutz der Vereinigten Staaten hat eine Gruppe von Personen, die illegal aus Kanada ins Land eingereist waren, festgenommen und seine kanadischen Kollegen darüber benachrichtigt. Kurz darauf hat die kanadische Polizei die Leichen von vier Menschen, darunter ein Säugling, auf einem schneebedeckten Feld unweit der US-Grenze entdeckt.
Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, etwa zwölf Meter von der Grenze zu den USA entfernt, unweit von der Kleinstadt Emerson im Süden der kanadischen Provinz Manitoba, wie die kanadische Polizei auf Twitter mitteilte. Demnach waren es eine Frau, ein Mann, ein Jugendlicher und ein Baby.
Kanadische und US-Behörden gehen ersten Ermittlungen zufolge davon aus, dass sie einer Familie aus Indien angehörten, die bei dem Versuch in die USA zu gelangen erfroren sei.
„Diese Personen, darunter ein Baby, waren inmitten eines Schneesturms allein gelassen worden, bei Temperaturen um minus 35 Grad Celsius“, schilderte Jane MacLatchy von der kanadischen Polizei bei einer Pressekonferenz am Donnerstag (Ortszeit).
„Diese Opfer waren nicht nur mit dem kalten Wetter konfrontiert, sondern auch mit endlosen Feldern, heftigen Schneeverwehungen und völliger Dunkelheit.“
Zuvor war Beamten im angrenzenden US-Bundesstaat Minnesota ein Kleinwagen aufgefallen, der vom 47-jährigen Steve Shand aus Florida gefahren wurde. Mit ihm waren nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft zwei Inder ohne Dokumente unterwegs.
In der Nähe wurden den Angaben nach fünf weiteren Menschen entdeckt, die nach eigenen Aussagen elf Stunden lang unterwegs waren und die Grenze zu Fuß überquert hatten. Einer der Männer trug einen Rucksack bei sich, in dem sich Baby-Utensilien befanden. Allerdings habe es in der Gruppe kein Kind gegeben.
Der Mann gab an, dass er zu einer Familie gehörte, von der er während ihres Marsches getrennt worden sei. Eine Suchaktion wurde gestartet – doch die Familie war bereits tot, als sie gefunden wurde.
Der US-Amerikaner wurde wegen des Verdachts des Menschenschmuggels festgenommen. Ermittler gehen davon aus, dass Shand Teil eines größeren Schmugglerringes ist.
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