Österreichischer Bundeskanzler unterstützt Inbetriebnahme von Nord Stream 2

© SNA / Alexey Witwizki / Zur BilddatenbankGascade-Verdichterstation in Eischleben
Gascade-Verdichterstation in Eischleben - SNA, 1920, 21.01.2022
Das Projekt der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 ist laut dem österreichischen Bundeskanzler, Karl Nehammer, für eine zuverlässige Energieversorgung Europas notwendig. Daher ist es ihm zufolge unangemessen, die Gaspipeline als Bedrohung zu betrachten.
Nord Stream 2 bedeute vor allem Versorgungssicherheit, sagte Nehammer dem Magazin „Spiegel“. Die Frage, ob er seine Position im Falle einer Eskalation um die Ukraine ändern werde, beantwortete der Politiker wie folgt:
„Für eine Verschärfung des Sanktionsregimes wäre Nord Stream 2 viel zu klein. Aber grundsätzlich gilt: Die rote Linie ist fix.“ Er betonte auch, dass es „keine Toleranz für Politik mit Gewalt“ gibt.
Das Projekt Nord Stream 2 umfasst den Bau von zwei Strängen der Pipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr. Die beiden Stränge sind nun einsatzbereit, doch die für ihre Inbetriebnahme erforderliche Genehmigung der Bundesnetzagentur steht weiterhin aus.
Die Pipeline wird seit langem von den USA, dem EU-Mitgliedstaat Polen und der Ukraine scharf kritisiert. Sie befürchten eine zu große Abhängigkeit von Russland bei der Energieversorgung. Moskau betonte bereits mehrmals, dass Nord Stream 2 ein rein kommerzielles Projekt sei, das sowohl für Russland als auch für die EU vorteilhaft sei. Der Kreml rief wiederholt die westlichen Länder dazu auf, das Projekt nicht zu politisieren.
Die Fertigstellung von Nord Stream 2 - SNA, 1920, 20.01.2022
Ukraine soll an Zertifizierungsverfahren für Nord Stream 2 teilnehmen – Energieminister
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