Schwerer Beschuss aus Ukraine: Lugansker Volksmiliz berichtet über Angriff auf Siedlung

© REUTERS / ALEXANDER ERMOCHENKOAngehörige der Volkswehr der selbsternannten Republik Lugansk im Osten der Ukraine (Archiv)
Angehörige der Volkswehr der selbsternannten Republik Lugansk im Osten der Ukraine (Archiv) - SNA, 1920, 21.01.2022
Nach Angaben der Volksmiliz Lugansk haben ukrainische Kämpfer in der vergangenen Woche eine Siedlung in der selbsternannten Volksrepublik aus Granatwerfern und großkalibrigen Maschinengewehren beschossen. Einem Sprecher der Volksmiliz zufolge handelt es sich um einen groben Verstoß gegen die derzeit geltende Waffenruhe.
Demnach war die Siedlung Molodjoschnoje in der selbsternannten Volksrepublik Lugansk betroffen. „In der vergangenen Woche war ein Verstoß gegen die Zusatzmaßnahmen zur Festigung und Überwachung der Waffenruhe vonseiten des Gegners festzustellen“, erklärte der offizielle Sprecher der Volksmiliz Lugansk, Iwan Filiponenko, am heutigen Freitag.
Parallel dazu seien in ukrainisch-kontrollierten Gebieten mobile Systeme zur elektronischen Kampfführung eingesetzt worden. Nach Angaben der Lugansker und der Donezker Volksmiliz nutzt das ukrainische Militär diese Systeme unter anderem dazu, die Drohneneinsätze der OSZE-Beobachtermission zu stören. Auf diese Weise wollten die ukrainischen Truppen die Aufstellung von Waffen verbergen, deren Stationierung das Minsker Abkommen verbietet.
In den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk sind im Sommer 2020 sogenannte Zusatzmaßnahmen zur Sicherung der Waffenruhe in Kraft getreten. Sie beinhalten unter anderem ein Verbot von Feuergefechten. Außerdem dürfen keine Waffensysteme in Wohnsiedlungen und in deren Nähe stationiert werden, auch sind Offensiveinsätze sowie Aufklärungsmissionen verboten.
Boeing RC-135 - SNA, 1920, 21.01.2022
USA fliegen Aufklärungseinsätze nahe Donbass
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