Selenski reagiert verärgert auf Bidens Aussage über „kleine Invasion“ Russlands

© SNA / Alexej Witwitskij / Zur BilddatenbankWladimir Selenski nimmt am Gipfel der Östlichen Partnerschaft der Europäischen Union in Brüssel teil (Archivbild)
Wladimir Selenski nimmt am Gipfel der Östlichen Partnerschaft der Europäischen Union in Brüssel teil (Archivbild) - SNA, 1920, 20.01.2022
Der Präsident der Ukraine, Wladimir Selenski, hat die Worte seines US-Amtskollegen Joe Biden über eine mögliche „kleine Invasion“ Russlands in die Ukraine kommentiert. Ihm zufolge gibt es keine kleineren Aggressionen.
„Wir erinnern die Großmächte daran, dass es keine kleinen Einfälle und keine kleinen Nationen gibt“, twitterte Selenski. „Genauso wie es keine kleinen Opfer und wenig Trauer durch den Verlust geliebter Menschen gibt.“ Er sage dies als Präsident der „Großmacht“ Ukraine.
Auf der Pressekonferenz am Mittwoch ging Biden davon aus, dass Putin „nach wie vor keinen ausgewachsenen Krieg“ in der Ukraine wolle. Jedoch werde der russische Präsident den Westen, die USA und die Nato so ernsthaft wie möglich auf die Probe stellen. Gleichzeitig hat Biden unterschiedliche Reaktionen des Westens angedeutet, je nachdem ob es sich um einen „geringfügigen Einfall“ („­minor ­incursion“) Russlands in die Ukraine oder eine größere Invasion handele. Seine Äußerungen haben für Irritationen gesorgt.
Am Donnerstag wurde eine schriftliche Erklärung der Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, veröffentlicht, in der sie erklärte, dass die Vereinigten Staaten jegliche Überquerung der ukrainischen Grenze durch russische Truppen als „neuen Einmarsch“ Russlands in die Ukraine betrachten würden. Auch US-Außenminister Anthony Blinken sagte später in Bezug auf Bidens Äußerungen, jeder Grenzübertritt russischer Streitkräfte werde zu einer „raschen und harten gemeinsamen Antwort“ der USA und ihrer Verbündeten führen.
Präsident Joe Biden macht eine Pause während einer Pressekonferenz im East Room des Weißen Hauses in Washington , Mittwoch, 19. Januar 2022. (AP Photo/Susan Walsh) - SNA, 1920, 20.01.2022
„Ein unbeabsichtigter Krieg“: Situation um die Ukraine könnte außer Kontrolle geraten – Biden

Situation um die Ukraine

Das Verhältnis zwischen dem Westen und Russland ist in Bezug auf die Ukraine seit Monaten angespannt. Der Westen äußert die Befürchtung eines Angriffs seitens Russlands auf das Nachbarland und droht Russland seitdem mit schwerwiegenden Konsequenzen.
Moskau weist alle Vorwürfe einer angeblichen „Eskalation“ an der Grenze zur Ukraine zurück und verweist auf das Recht eines unabhängigen Staates, seine Truppen innerhalb seines Staatsgebiets nach eigenem Ermessen zu bewegen.
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