Gaby Weber: „Es ist Unsinn, dass die Endlösung erst bei der Wannseekonferenz beschlossen wurde“

Auch nach 80 Jahren gibt es keine Einigkeit unter Historikern darüber, was bei der Wannseekonferenz, an der 15 ranghohe Nationalsozialisten teilnahmen, beschlossen wurde. Die Investigativjournalistin Gaby Weber wünscht sich in diesem Zusammenhang ein genaueres Studium der Akten, die teilweise noch immer unter Verschluss sind.
Am 20. Januar 1942 fand die Wannseekonferenz statt, bei der 15 hochrangige Vertreter der nationalsozialistischen Reichsregierung und der SS-Behörden zusammenkamen, um unter dem Vorsitz des SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich den begonnenen Holocaust an den Juden im Detail zu organisieren und die Zusammenarbeit der beteiligten Instanzen zu koordinieren. Als Protokollführer war damals auch SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann dabei.
Anlässlich des 80. Jahrestags der Wannseekonferenz hat SNA mit der Investigativjournalistin und Filmemacherin Gaby Weber gesprochen. Weber betreibt seit Jahrzehnten umfassende Recherchen zu historischen Themen, darunter auch zu Adolf Eichmann, und konnte durch unzählige Klagen die Herausgabe von Geheimakten dazu bewirken.
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