Russische Botschaft ermahnt USA: Auf Waffenlieferungen an Kiew verzichten

© AP Photo / Carolyn KasterRussische Botschaft in Washington
Russische Botschaft in Washington - SNA, 1920, 19.01.2022
Die russische Botschaft in Washington hat die USA aufgefordert, auf Waffenlieferungen an die Ukraine zu verzichten und dadurch ihr Interesse an einer diplomatischen Beilegung der Spannungen um die Ukraine zu bekräftigen.
„Unterstützen die USA tatsächlich die diplomatischen Bemühungen um die Regelung des innerukrainischen Konfliktes, sollten sie auf ihre Pläne zur Lieferung von neuen Waffenchargen für die ukrainischen Streitkräfte verzichten“, heißt es in einer Mitteilung der russischen Botschaft auf ihrer Facebook-Seite.
„Stattdessen sollte Washington seinen Einfluss auf die ukrainischen Behörden einsetzen, um sie dazu zu überreden, die Sabotage der Minsker Vereinbarungen einzustellen“, wird betont.
Die Botschaft weist auch die Behauptung der US-Administration zurück, laut der Russland sich auf eine Eskalation der Situation um die Ukraine vorbereite. Jeder Staat sei berechtigt, seine Truppen auf eigenem Territorium zu bewegen, wird betont.

„Hochrangige Beamte im Weißen Haus, im US-Außenministerium und im Pentagon haben einstimmig erklärt, dass an der russisch-ukrainischen Grenze keine Schritte zur Deeskalation unternommen würden. Mehr noch, sie behaupteten, dass unser Land in jedem Augenblick in den Nachbarstaat, darunter auch von belarussischem Territorium aus, eindringen könnte. Wir möchten nochmals unterstreichen, dass Russland nicht beabsichtigt, jemanden anzugreifen“, heißt es.

„Die Praxis der Truppenbewegung im eigenen Staatsgebiet ist unser souveränes Recht“, wird hinzugefügt.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow (Archivbild) - SNA, 1920, 16.01.2022
„Falsche Anschuldigungen“ – Kremlsprecher zur angeblichen Invasion Russlands in der Ukraine
Zuvor hatte ein ranghoher Mitarbeiter des US-Außenministeriums erklärt, dass Weißrussland in den (angeblich von Russland gehegten – Anm. d. Red.) Plänen zur Eskalation um die Ukraine eine Rolle spielen könnte. Dafür brachte er keine Beweise.
Russland hat wiederholt die Anschuldigungen des Westens und der Ukraine wegen „aggressiver Aktivitäten“ zurückgewiesen. Die Erklärungen über eine „Aggression Russlands“ würden als Vorwand genutzt, um mehr Kampftechnik der Nato in der Nähe der russischen Grenzen zu stationieren, wurde betont. Das russische Außenministerium hatte bereits früher die Erklärungen des Westens über „eine russische Aggression“ und die Möglichkeit, Kiew beim Schutz davor zu unterstützen, als lächerlich und gefährlich bezeichnet.
„Wir rufen dazu auf, die Hysterie nicht aufzublasen und keine Spannungen um das Donbass-Problem zu schüren. Vor allem geht es darum, ‚Hitzköpfe’ in Kiew nicht zu neuen Provokationen anzustiften“, ermahnt die Botschaft den Westen.
Politiker im Westen haben in den letzten Monaten behauptet, dass Russland seine Truppen an der Grenze zur Ukraine konzentriert habe. Wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow dazu sagte, werden die Streitkräfte innerhalb des russischen Staatsgebietes bewegt. Das bedeute für niemanden eine Bedrohung und könne niemanden beunruhigen.
In Moskau wurde darauf verwiesen, dass die Erklärungen über eine „russische Aggression“ als Vorwand genutzt würden, um das Nato-Militärkontingent in den Grenzegebieten aufzustocken.
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