Polizei-Einsatz geht schief: Ein Toter nach Schüssen in der Nizza-Innenstadt

© AFP 2022 / Valery HachePolizeibeamte und Kriminaltechniker arbeiten an einem Tatort in Nizza am 19. Januar 2022.
Polizeibeamte und Kriminaltechniker arbeiten an einem Tatort in Nizza am 19. Januar 2022. - SNA, 1920, 19.01.2022
In der Stadtmitte von Nizza sind am späten Mittwochvormittag Schüsse gefallen. Dabei kam ein Mann ums Leben. Es handelte sich um einen Polizeieinsatz, der schief gelaufen war. Darüber berichtet die französische Zeitung „Nice Matin“.
Demnach ereignete sich der Vorfall in der Rue de la Buffa im Stadtzentrum von Nizza. Der Staatsanwalt Xavier Bonhomme bezeichnete ihn als eine „schlecht verlaufene Polizeiaktion“. Das gesamte Viertel wurde deshalb abgeriegelt. Beim Einsatz sei ein Mann schwer verletzt worden, hieß es.
Nach Polizeiangaben war der 22-Jährige von mindestens einer Kugel getroffen worden, die von einem Polizisten abgefeuert worden war. Die Polizisten begaben sich sofort in eine nahegelegene Apotheke, um sich mit einem Defibrillator auszustatten und zu versuchen, den Mann wiederzubeleben. Wie es hieß, konnte er aber nicht gerettet werde.
Nach Angaben des Staatsanwalts war der Einsatz Teil einer gerichtlichen Operation im Zusammenhang mit einem anderen Mord. Die Polizei nahm dabei mehrere Personen fest.
„Es war ein Einsatz geplant, um Verdächtige in diesem Fall festzunehmen. Ein Polizist eröffnete das Feuer auf eine der Personen“, erklärte der Staatsanwalt.
Der Polizist, der an dem Vorfall beteiligt war, wurde verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. Gegen ihn soll wegen eines vorsätzlichen Mordes ermittelt werden.
„Bisher wurde bei dem Opfer keine Waffe gefunden“, fügte der Staatsanwalt hinzu.
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