OVKS-Erweiterung als Putins allerletzte Reaktion auf Nato-Expansion? – Experte

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OVKS-Friedenstruppen - SNA, 1920, 19.01.2022
Laut einem führenden Experten aus Russland könnte Moskau im Kontext der möglichen Nato-Mitgliedschaft der Ukraine den Beitritt einiger lateinamerikanischer Ländern in die Organisation des Vertrages über die kollektive Sicherheit (OVKS) in Betracht ziehen. Dies könnte ihm zufolge den Kurs der US-Politik gegenüber Moskau für immer ändern.
Bei den jüngsten Gesprächen sollen die USA und die Nato Russland gegenüber erklärt haben, dass sie seinen Forderungen nach Sicherheitsgarantien hinsichtlich der Einschränkung der Aufnahme der Ukraine und Georgiens in das Bündnis nicht nachkommen würden. Sollte Kiew eines Tages in die Allianz aufgenommen werden, könnte dann beispielsweise Honduras der OVKS beitreten, sagte der russische Publizist, Ökonom und Ex-Beamte der Regierung des russischen Präsidenten, Michail Chasin, am Mittwoch in einem Interview.
Als Nächstes könnte Moskau in Honduras eine Militärbasis mit russischen Raketen schaffen, die innerhalb von 15 Minuten die USA erreichen könnten, erklärte er.
Washington werde wahrscheinlich empört sein, so der Experte, und drohen, es würde ein „Atomraketenschlag“ gegen Honduras gestartet, sollte Russland die Raketen nicht entfernen.
„Und hier ist der zweite Schritt. Russland nimmt dieses Ultimatum entgegen, übersetzt es aus dem Amerikanischen ins Englische und schickt es an die Nato, nur im Kontext der Ukraine. Schachmatt ist garantiert“, glaubt Chasin.
Der Publizist bemerkte dabei, dass Honduras vielleicht nicht einmal der OVKS beitreten wolle, aber seiner Meinung nach gäbe es ein Dutzend Länder in Lateinamerika, die einer solchen Wendung nicht widersprechen würden.
Im Zusammenhang mit den Unruhen in Kasachstan ersuchte Almaty im Januar die OVKS um Hilfe. Die Organisation nahm die wichtigsten Objekte der Infrastruktur unter Schutz und ermöglichte es den kasachischen Sicherheitskräften, die Krawalle niederzuschlagen.

Putins Gespräch mit Nicaragua

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch ein Telefongespräch mit dem nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega geführt und ihm zu seiner Wiederwahl in das höchste Staatsamt gratuliert. Im Gespräch soll Moskaus Unterstützung für die Bemühungen der nicaraguanischen Regierung zur Gewährleistung der nationalen Souveränität bestätigt worden sein, sowie die Bereitschaft, weiterhin zur sozioökonomischen Entwicklung der Republik beizutragen.
Außenministerium der Russischen Föderation (Archivbild) - SNA, 1920, 19.01.2022
Moskau will feste Garantien zu Nicht-Beitritt Georgiens und der Ukraine zur Nato
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