Macron bedauert fehlenden Dialog der EU mit Russland

© AP Photo / Jean-Francois BadiasFrankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron spricht im Europaparlament. Straßburg, 19. Januar 2022
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron spricht im Europaparlament. Straßburg, 19. Januar 2022 - SNA, 1920, 19.01.2022
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron bedauert den fehlenden Dialog zwischen der EU und Russland. „Schade, dass der von Paris und Berlin vor einigen Monaten unterbreitete Vorschlag, einen Dialog mit Moskau wieder aufzunehmen, von den anderen EU-Ländern nicht unterstützt wurde“, sagte Macron am Mittwoch im Europaparlament.

„Es ist extrem kompliziert, eine souveräne Politik gegenüber Russland ohne Dialog mit Russland zu haben (…) „Seit 2014 gibt es eine Sanktionspolitik. Aber das reicht nicht. Wir sollten eine komplette Tagesordnung haben, die ich in der von mir unterbreiteten Initiative definiert habe. Dann – ich betone – müssen wir Bedingungen für die Souveränität, für die größer werdende Unabhängigkeit von Russland schaffen“, sagte Macron.

Somit gab der französische Staatschef zu, dass Europa auf russische Energieträger wie Öl und Gas angewiesen sei. Er denke nicht, dass es sich lohne, alle Beziehungen abzubrechen.
„Im Gegenteil. Wir haben viele Beziehungen zu Russland. Aber wenn wir unser Ansehen festigen wollen, dürfen unsere Positionen nie verwundbar sein.“
Sigmar Gabriel (Archivbild) - SNA, 1920, 19.01.2022
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Die gegenwärtigen Spannungen in Europa resultierten Macron zufolge aus dem Ukraine-Konflikt, um dessen diplomatische Beilegung Frankreich und Deutschland derzeit bemüht seien. „In diesem Zusammenhang ist Ihre Unterstützung für unsere Anstrengungen von immenser Bedeutung“, wandte sich Macron an die EU-Parlamentarier.
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