Impfpass bald schon nach neun Monaten aus – und mit Booster? BMG klärt auf

© AP Photo / Matthias SchraderCorona-Impfnachweis (Archivbild)
Corona-Impfnachweis (Archivbild) - SNA, 1920, 19.01.2022
Aktuell gilt das digitale Impfzertifikat mit dem QR-Code in Deutschland für Personen mit Grundimmunisierung noch zwölf Monate lang. Ab 1. Februar jedoch wird diese Dauer nach EU-Vorgabe auf neun Monate verkürzt. Dann würden noch die Booster-Impfungen gelten – aber wie lange?
SNA hat diesbezüglich beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) nachgefragt. Um wie viele Monate wird der Impfpass dann verlängert, wenn man eine zusätzliche Booster-Impfung macht? Offenbar wurde dieser Punkt noch nicht wirklich geregelt.
Auf eine SNA-Anfrage teilte der BMG-Gesundheitssprecher Sebastian Gülde Folgendes mit: „Aktuell gilt der Impfschutz für neun Monate nach der Grundimmunisierung. Für eine Auffrischungsimpfung gibt es derzeit keine Begrenzung der Gültigkeitsdauer. Hierzu behalten wir die wissenschaftliche Erkenntnislage selbstverständlich aufmerksam im Blick.“
Im CovPass- und in der Corona-Warn-App wird die fehlende Begrenzung aber erstmal mit einem technischen Ablaufdatum versehen – das sind ebenfalls 12 Monate ab dem Tag der Auffrischungsimpfung. Ob diese Auffrischungsimpfung dann nach dem Ablauf des Impfzertifikats für die Grundimmunisierung alleine reicht oder wiederum wie nur eine einzelne Impfung wahrgenommen wird, bleibt bisher ebenfalls offen. Vor kurzem wurde z.B. beschlossen, dass auch die Geimpften mit Johnson & Johnson nicht mehr als vollständig geimpft gelten, sondern für eine Grundimmunisierung eine weitere Impfung brauchen bzw. für den Geboostertenstatus noch zwei Impfungen.
Impfzertifikat (Archivbild) - SNA, 1920, 16.01.2022
Frankreichs Parlament genehmigt Einführung von Impfpässen

Nach drei Monaten schon wieder in Quarantäne

Die neue Gültigkeitsdauer der EU-Impfzertifikate von neun Monaten wird nicht zuletzt auch die Einreisenden innerhalb der EU betreffen. Bei Einreisen in die Schweiz ist das Zertifikat 12 Monate erstmal nutzbar, aber auch hier wird über eine Verkürzung nachgedacht. In Deutschland kommt dazu noch die neue Verordnung zur Änderung der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und -Einreiseverordnung, die ab 15. Januar gilt. Demnach müssen die deutschen Reiserückkehrer nur in den drei Monaten nach der Grundimmunisierung nicht in die Quarantäne in Deutschland, nach drei Monaten aber schon – es sei denn, sie lassen sich boostern. Zuvor wurden die Inhaber eines Impfzertifikates für die Grundimmunisierung noch grundsätzlich von der Quarantäne befreit.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала